Handball - Spielmacherin verlängert ihren Vertrag um ein Jahr bis 2022 / Aufnahme in die Fördergruppe der Polizei bringt mehr Zeit für den Sport Lisa Friedberger bleibt bei den Flames und will mehr

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red
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Geschäftsführer Michael Geil freut sich, dass Lisa Friedberger nach ihrer Aufnahme in die Polizei-Sportfördergruppe ihren Vertrag bei den Flames verlängert hat. © Müller

Bensheim. Die Flames können auch in der nächsten Spielzeit auf Lisa Friedberger bauen. Die 23-jährige Rückraumspielerin hat ihren Vertrag beim Frauenhandball-Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Damit bildet die Spielmacherin zusammen mit Sarah van Gulik weiterhin das Duo auf Rückraummitte. Möglich gemacht hat dies vor allem die Aufnahme von Lisa Friedberger in die Sportfördergruppe der Polizei, da sich der normale Schichtdienst und der Spitzensport nicht mehr länger hätten vereinbaren lassen.

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Lisa Friedberger ist trotz ihrer jungen Jahre die dienstälteste Spielerin bei den Flames. Die Rechtshänderin mit der Nummer 17 hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und setzt immer wieder entscheidende Akzente im Spiel. In der aktuellen Saison ist sie mit bisher 79/42 Toren die erfolgreichste HSG-Torschützin.

„Seit Sommer 2014 bin ich hier im Verein und bin sehr zufrieden und glücklich. Das ist eine sehr lange Zeit und eher außergewöhnlich. Vor allem zeigt es, dass sowohl der Verein als auch ich bezüglich Kontinuität sehr gut zusammenpassen“, begründet Friedberger ihre Vertragsverlängerung: „Bei den Flames schätzte ich von Beginn an den konstruktiven und fairen Umgang zwischen Spielerinnen, Trainern, Geschäftsführung und Fans. Das beruht hier, glaube ich, auf Gegenseitigkeit und ist alles andere als selbstverständlich. Aus meiner Sicht hat sich der Verein in den letzten Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt und ist mittlerweile auf einem stabilen Niveau. Gerade in dieser schwierigen Zeit mit Corona wird das nochmal besonders deutlich.“

Für Lisa Friedberger ist der Verbleib auch eine Konsequenz aus ihrer Rolle innerhalb der Mannschaft. „Sportlich sind wir auf einem guten Weg. Wir haben eine relativ junge Mannschaft und noch wahnsinnig viel Luft nach oben. Ich merke, dass sich die Mädels auch an mir orientieren und nach mir schauen. Da muss ich nach so vielen Jahren hier im Verein logischerweise eine gewisse Verantwortung übernehmen. Ich bin überzeugt, dass wir uns noch deutlich steigern können und auch werden. Dabei wird von Vorteil sein, dass unser Kader aller Voraussicht nach weitgehend zusammenbleibt.“

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Etwas ganz Besonderes sind für Lisa Friedberger die vielen Fans. In der Saison vor Corona hatten die Flames einen Zuschauerschnitt von über 1200 pro Spiel und belegten den zweiten Platz in der Statistik der Handball Bundesliga Frauen. „An dieser Stelle auch ein großes Lob an alle unsere Fans und Zuschauer, die uns weiterhin unterstützen und die uns bei den Heimspielen so sehr fehlen, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Ich hoffe, dass wir möglichst bald wieder vor Publikum spielen dürfen.“

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm freut sich, mit der Leistungsträgerin in der neuen Saison erneut planen zu können. „Ich bin sehr froh, dass Lisa weitermacht, weil sie eine sehr wichtige Spielerin für mich ist. Auf dem Spielfeld sie ist mein verlängerter Arm und Co-Captain. Sie hat sich in den letzten Jahren als Spielerin super entwickelt und ist jemand, die den Handball verstanden hat. Sie spielt eine tolle Saison. Es ist fantastisch, dass sie jetzt in der Sportfördergruppe der Polizei ist. Dadurch können wir noch einen weiteren Schritt machen, da sie sich jetzt nur noch um sich kümmern muss. Ich habe es in den letzten Jahren bewundert, wie sie die Doppelbelastung mit Job und Handball gemeistert hat.“

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„Ich freue mich wahnsinnig auf ein weiteres tolles Jahr hier in Bensheim mit den Flames, vor allem weil sich für mich die beruflichen Rahmenbedingungen erheblich verbessern. Durch die Aufnahme in die Sportförderung werde ich mehr Zeit in Handball und alles drum herum investieren können. Die letzten Jahre waren aufgrund der 41-Stunden-Woche – auch im Schichtdienst – schon ein knackiges Programm und nicht gerade einfach“, erklärt Lisa Friedberger. Für die Vertragsverlängerung brauchte sie allerdings keine lange Bedenkzeit: „Als ich die positive Rückmeldung bekam, dass die Aufnahme in die Sportförderung genehmigt wurde, musste ich nicht wirklich lange nachdenken bis klar war, dass ich meinen Vertrag bei den Flames voller Zuversicht und Vorfreude verlängern werde.“

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Auch Flames-Geschäftsführer Michael Geil ist glücklich über den weiteren Verbleib von Lisa Friedberger bei den Flames: „Lisa hat sich in den letzten Jahren trotz ihrer jungen Jahre zu einer echten Führungsspielerin entwickelt. Sie strahlt die notwendige Ruhe und Übersicht auf dem Spielfeld aus. Durch die Reduzierung der Doppelbelastung aus Beruf und Handball wird sie den nächsten Schritt im sportlichen Bereich machen können und uns sehr weiterhelfen.“ red