Fußball Kapitän verlässt den SV Waldhof

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th
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Mannheim. Die Gegenwart liest sich beim Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim blendend: Tabellenplatz zwei, noch alle Chancen im Aufstiegskampf und als Aufsteiger eine der großen Überraschungen der Saison. Doch was die Zukunftsplanungen betrifft, tun sich die Mannheimer weiter schwer. 16 Verträge des aktuellen Kaders laufen aus, sogar Trainer Bernhard Trares würde am 30. Juni ohne Vertrag dastehen. Noch ist es dem SVW nicht gelungen, ein paar Pflöcke einzuschlagen, stattdessen brechen die ersten Stangen des bisherigen Gerüsts weg.

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So wechselt Kapitän Kevin Conrad ablösefrei zum saarländischen Regionalligisten SV Elversberg. Am Wochenende wurde der SVW darüber informiert, dass der 29-Jährige einen neuen Arbeitgeber gefunden hat, am Montag bestätigte die SVE die Verpflichtung des ehemaligen Hoffenheimers.

„Ich hatte eine erfolgreiche Zeit in Mannheim und will diese erfolgreich beenden“, blickt Conrad auf die drei Jahre beim Waldhof zurück, schaut aber auch schon nach vorne. „Sobald die Drittliga-Saison beendet ist, freue ich mich auf eine neue Herausforderung. Die Spielweise des Trainers und der Plan des Vereins gefallen mir und ich bin gespannt, wie wir den Weg zusammen gehen werden“, sagt der Innenverteidiger, der im Saarland nach Informationen dieser Redaktion finanziell besser gestellt sein dürfte als bisher.

Stellungnahme zur Kurzarbeit

Und es gibt weitere Nebengeräusche bei den Mannheimern. So berichtete auch diese Redaktion, dass es bei der Umsetzung der Kurzarbeit ab der zweiten März-Hälfte zu Unstimmigkeiten zwischen Mannschaft und Vereinsführung gekommen ist und entsprechender Druck aufgebaut worden sein soll. Der „Sport Bild“ liegen offenbar ähnliche Informationen vor. Eine Anfrage der Fachzeitschrift, die weitere Missstände thematisiert, beantwortete der Traditionsclub mit einer ausführlichen öffentlichen Stellungnahme.

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Darin dementieren Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Sportliche Leitung des SVW zwar, dass es zu Zeitdruck oder „Drohungen“ gekommen sei, zwei Mitarbeiter entlassen zu müssen, wenn die Mannschaft der Kurzarbeit nicht zustimmen sollte. Aber: „Selbstverständlich haben wir auch die Konsequenzen einer fehlenden Zustimmung zur Kurzarbeit deutlich gemacht“, heißt es in der SVW-Stellungnahme.

Bekanntermaßen haben die beiden Torhüter Miro Varvodic und Timo Königsmann aufgrund ihrer persönlichen Situation der Kurzarbeit zunächst nicht zugestimmt. Mit Varvodic traf sich der SVW deshalb bereits vor dem Arbeitsgericht, mit Königsmann wurde dagegen eine Einigung gefunden. Auch die Löhne des Duos seien inzwischen berechnet und zeitnah überwiesen worden. th