Pferdesport - Lindenfelser triumphiert mit den deutschen Westernreitern auf der Schumacher-Ranch Johannes Heils starker Ritt wird mit WM-Gold belohnt

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mwo
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Der Schlierbacher Johannes Heil wurde für seine starken Auftritte bei der Westernreit-WM der Jungen Reiter belohnt, er holte Mannschafts-Gold. © Tom Hautmann

Lindenfels. Fünf Mal Edelmetall in den letzten vier Jahren: Die Bilanz des 21-jährigen Schlierbachers Johannes Heil in der Disziplin Reining beim Westernreiten kann sich sehen lassen. Denn Heil holte bereits 2016 mit dem deutschen Nationalteam beim Youth World Cup die Bronzemedaille im australischen Tamworth.

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In den vier aufeinanderfolgenden Jahren, in denen Heil nun für die Nationalmannschaft reitet, hat er mit seinem Team zwei Titel holen können. Doch auch die Einzelerfolge können sich sehen lassen: 2016 Gold, 2017 und 2018 jeweils der vierte Platz. Dieses Jahr landete er auf dem fünften Platz, nachdem er lange Zeit auf Silberkurs lag.

Im schweizerischen Givrins im Kanton Waadt nahe des Genfer Sees auf der Ranch von Corinna Schumacher – der Ehefrau des Ex-Formel-1-Rennfahrers Michael Schumacher – schmückte er sich 2017 mit der WM-Goldmedaille. Bei der Europameisterschaft im vorigen Jahr im französischen Lyon holte er mit der Nationalmannschaft Silber.

In diesem Jahr waren die Jungen Reiter, wie die Altersklasse von 19 bis 21 Jahren im Reitsport heißt, erneut in der Schweizer Gemeinde im Einsatz und kehrten mit dem Weltmeister-Titel in der Teamwertung zurück.

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Johannes Heil trat in diesem Jahr mit der zehnjährigen Quarter-Horse-Stute „Whizper Lil Gump BB“ an, auf der er schon 2017 ebenfalls auf der Ranch von Corinna Schumacher Erfahrungen sammeln konnte und zusammen mit seinem Team Gold holte – perfekte Vorbedingungen also. Zum diesjährigen Gold-Erfolg trug er einen bedeutsamen Teil bei: Mit einer Wertung von 218 Punkten erreichte er die höchste deutsche Punktzahl – die Erfahrungen auf der Stute machten sich bezahlt.

Bundestrainer Nico Hörmann war von dem Erfolg seines Teams positiv überrascht: „Das war ein richtig schweres Feld, und ich hätte mich schon über Bronze gefreut. Und jetzt Gold!“, teilte er der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit.

Dem Druck getrotzt

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Dass die Reiterschar von Hörmann noch Weltmeister wurde, lag auch an den guten Durchgängen der deutschen Reiter Franziska Engel, Michelle Maibaum und besonders Johannes Heil: Zusammen kamen sie auf 646,5 Punkte und verwiesen die Teams USA und Frankreich mit jeweils 646 Punkten auf die Plätze zwei und drei – trotz des Pechs von Merrit Neben, der überdrehte und so für das Team eine Null-Wertung kassierte. Johannes Heil betrat dabei als Dritter das Feld, nachdem kurz vorher Neben vom Pech erfasst wurde, und lieferte trotz des Drucks eine gute Vorstellung ab.

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Während der Odenwälder über Team-Gold jubelte, durfte sich sein Trainer Grischa Ludwig gleich doppelt freuen: Team-Gold und Einzel-Gold lautete die Ausbeute am Tag zuvor für den Schwaben aus Bitz bei Tübingen im Zuge der Senioren-Europameisterschaft, die parallel zu den Weltmeisterschaften im Reining der Jungen Reiter und der Junioren stattfand.

Mit einem Einzel- und zwei Teamtiteln in der Tasche sowie nach vierjährigem Dauerbesetzung in der deutschen Nationalmannschaft der Jungen Reiter schaut Johannes Heil gespannt in die Zukunft und hofft auf weitere Erfolge. mwo