Fußball - Beim Bensheimer C-Ligisten sind die Aktivitäten corona-bedingt fast völlig eingeschlafen / Trainer Fuchs sehnt sich nach einem Clubhaus Große Sorgenfalten beim FC Italia

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Bensheim. Der FC Italia Bensheim befindet sich aktuell mittendrin im „Corona-Blues“. Der Trainings- und Spielbetrieb bei Fußball C-Ligisten ruht wie bei allen Clubs seit dem Lockdown im vergangenen Jahr, doch auch sonst tut sich wenig bei den „Italienern“ aus Bensheim. „Aktuell liegt alles der Pandemie und der damit verbundenen Situation geschuldet brach, man kann sich ja auch nicht in größerer Runde treffen und viele Kontakte werden nur noch auf das Nötigste oder eben gar nicht mehr gepflegt. Irgendwie ist da alles ein wenig eingeschlafen“, beschreibt Daniel Fuchs die aktuelle Situation beim im Jahr 1977 gegründeten Fußballclub.

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Der Italia-Coach persönlich befindet sich gedanklich durchaus schon in der Planung der neuen Saison, möchte da ab März auch konkreter zu Werke gehen und wäre einer Weiterführung seines Engagements grundsätzlich auch nicht abgeneigt. „Ich bin jetzt seit zwei Jahren als Coach aktiv, habe aber noch keine komplette Saison zu Ende gebracht. Da wäre eine dritte Saison, die von Anfang bis Ende durchläuft, schön wünschenswert“. Soweit dies aktuell möglich ist, hat Fuchs von seinen Spielern auch positive Signale erhalten, dass diese dem FC Italia auch in der kommenden Spielzeit die Treue halten wollen, dennoch herrscht für den Übungsleiter dringender Klärungsbedarf.

Attraktivität für Spieler steigern

„Wie gestaltet sich neben dem sportlichen Bereich das sportliche Umfeld?“, ist dabei die dringendste Frage, die den Coach beschäftigt. Die Rahmenbedingungen sind für Fuchs nach dem Umzug auf den neuen Platz neben dem Sportpark West alles andere als optimal. Gerade das hier noch fehlende Clubhaus ist ein Punkt, der ihm auf den Nägeln brennt. „Sich immer wieder woanders umziehen und spielen zu müssen, ist der Sache nicht dienlich und macht den Verein für Spieler nicht unbedingt interessanter. Ein eigenes Clubheim ist meiner Meinung nach ein ganz wichtiges Symbol für einen Verein und dieses Symbol fehlt uns sehr, auch um für eine gewisse Attraktivität des Clubs zu sorgen“, sieht Daniel Fuchs hier einen entscheidenden Faktor im Vereinsleben des FC Italia Bensheim.

Wie es diesbezüglich weitergeht, weiß der Übungsleiter nicht. „Die Stadt und der Verein befinden sich wohl in Gesprächen, es liegen auch Pläne vor, doch wie man weiter verfährt, das wird wohl die nahe Zukunft zeigen. Ich hoffe natürlich, dass die Pläne umgesetzt und ein Clubheim gebaut werden können. Das würde dann auch für mehr Verbindlichkeit sorgen, wenn ich Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führe. Die fragen natürlich auch, wie das mit dem Umziehen, dem Duschen oder dem Bierchen nach dem Training in der Kabine ist – und da kann ich aktuell eben keine verbindlichen Aussagen machen. Das ist nicht unbedingt förderlich“, hofft der Trainer auf Besserung. Von städtischer Seite geht man von einer zeitnahen, finalen Entscheidung aus.

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Die unterbrochene Saison 2020/21 hat Daniel Fuchs abgehakt und hält einen Abbruch ohne Wertungen als die vernünftigste Entscheidung: „Auch wenn es rechnerisch sicherlich mit einer halben Saison noch möglich wäre, ich halte nicht mehr viel davon, den Spielbetrieb aufzunehmen. Mit der nötigen Vorlaufzeit für eine Vorbereitung würde da einfach zu viel unnötiger Stress entstehen, die Spiele würden sich ballen und muskuläre Verletzungen bei den Spielern wären an der Tagesordnung.“ Für den Übungsleiter wäre es bedeutend wichtiger, dass sich die aktuelle Situation beruhigt und man dann ab Sommer wieder unter regulären Bedingungen dem Fußballspielen nachgehen kann. „Keine Frage, das Kicken und auch das Drumherum fehlen uns allen, doch die Bedingungen müssen stimmen. Da setze ich aktuell einfach auf den Sommer und hoffe, dass sich da die Corona-Lage soweit beruhigt hat, dass wieder eine komplette, normale Saison möglich ist“, richtet Fuchs den Blick nach vorne. net