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Fußball - Drittligist setzt sich hohe Ziele / Schwerer Auftakt

Für Waldhof wird es ernst

Von 
lsw
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Mannheim. Der SV Waldhof Mannheim will es jetzt wissen. Den Auswirkungen der Corona-Pandemie zum Trotz hat der Fußball-Drittligist eine Kraftanstrengung angekündigt, um den Aufstieg in die 2. Liga ins Visier nehmen zu können. Nach den Plätzen neun und acht in den ersten Jahren nach dem Aufstieg soll innerhalb der nächsten beiden Spielzeiten die ersehnte Rückkehr gelingen. Der Start in die neue Saison am Samstag (24./14 Uhr) gegen 1. FC Magdeburg soll dafür den Grundstein legen. Der ehemalige Bundesligist will den Aufstieg mit aller Macht.

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Klare Favoriten auf dem Papier

Wenn es um die Favoriten für die neue Drittliga-Saison geht, besteht bei den Buchmachern ein klares Bild: Laut Sportwettenanbieter bwin sind 1860 München und 1. FC Kaiserslautern mit einer Meister-Quote 6,00 (Aufstiegs-Quote 2,60) die aussichtsreichsten Kandidaten. Direkt dahinter rangieren Braunschweig, Magdeburg und Saarbrücken. Bei der Trainer-Umfrage des „Kicker“ liegt Braunschweig vor 1860 München.

Zuschauer-Rückkehr ja, aber vielerorts ohne den ganz harten Kern. Auch bei den SV-Waldhof-Ultras gibt es Signale, dass diese erst wieder nach Aufhebung aller Corona-Reglementierungen ins Stadion zurückkehren wollen. th

„Jetzt wollen wir den großen Schritt in den nächsten zwei Jahren angehen“, sagte Präsident und Mäzen Bernd Beetz und ließ durchblicken, dass er bereit ist, dafür zusätzliche Mittel bereitzustellen. Dem Vernehmen nach soll das Budget für den Kader auf fünf Millionen Euro anwachsen. Mit der zeitlichen Eingrenzung der Zielsetzung hat Beetz, der seit dem Start seines Engagements vor fünf Jahren stets von einem „Fernziel 2. Liga“ sprach, den Druck auf alle Beteiligten erhöht.

Kader noch dünn besetzt

Bislang sind den markigen Worten aber keine Taten in gleicher Entschlossenheit gefolgt. In Person von Marc Schnatterer haben die Mannheimer zwar einen hoch dekorierten Zweitliga-Akteur aus Heidenheim verpflichtet. Insgesamt haben die Neuzugänge aber noch nicht die Qualität, um die Abgänge zu kompensieren. Zehn Spieler verließen den SVW, vier von ihnen waren Leistungsträger und wechselten in die Erste oder Zweite Liga. Schnatterer ist der einzige, dem zugetraut wird, die entstandene Lücke zu füllen, vier externe Verpflichtungen gab es bislang erst, so dass das Spieleraufgebot noch sehr dünn besetzt ist.

„Jochen und sein Team werden die richtigen Entscheidungen treffen. Es geht nicht darum, schnell 28 Spieler zusammen zu haben, sondern die richtigen für unseren Weg zu finden“, sagte der mächtige Beetz mit Blick auf den Sportlichen Leiter Jochen Kientz. Der soll mindestens noch drei Akteure zum SVW lotsen, die den Kader sportlich deutlich aufwerten. Unterschiedsspieler werden gesucht, vor allem im defensiven Mittelfeld fehlt es aktuell an Qualität.

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Trainer Patrick Glöckner, der vor der zweiten Spielzeit bei den Waldhöfern steht, wünscht sich „mehr Konkurrenzkampf insgesamt“. Der Coach wird schnell unter Druck geraten, sollte die Mannschaft hinter den offensiv formulierten Zielen zurückbleiben. Es bleibt abzuwarten, ob die Vereinsführung bei einem negativen Lauf die Ruhe behält. Im Duell mit Magdeburg gibt es für die Mannheimer direkt eine Standortbestimmung, der Gegner aus Sachsen-Anhalt hat seinen Kader stark bestückt und geht mit ebenfalls großen Ambitionen in die Saison. lsw

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