Fußball - Martin Weinbach hofft, dass seine Tvgg-Mannschaft mit einer besseren Einstellung der Spieler wieder in die Erfolgsspur zurückfindet Flammender Appell des Lorscher Trainers

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Lorsch. Martin Weinbach ist alles andere als zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf seiner Lorscher Turnvereinigung in der Fußball-Kreisoberliga. Der Trainer übernahm im Sommer das Kommando bei den „Turnern“, wollte sich mit einem eingespielten Team im vorderen Tabellenmittelfeld festsetzen. Zunächst befand sich seine Mannschaft auch auf Kurs, doch nach einem guten Start ließen die Leistungen immer mehr nach.

Mehr als gedacht zappelte der Ball im Netz des Tvgg-Tores (rechts kommt Henrik Wegerle zu spät, um einen Gegentreffer vermeiden zu können. Trainer Martin Weinbach (li.) ist zur Winterpause alles andere als zufrieden. © Neu/net-Archiv
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Somit überwintert die Tvgg auf dem zwölften Tabellenplatz und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Abstiegszone. Eine Situation, die nach dem Dafürhalten des Übungsleiters so nicht sein müsste. „Es gibt nur wenig, mit dem ich zufrieden sein kann. Menschlich passt hier alles, unser Start war auch gut, doch dann haben wir uns zum Teil selbst um unsere gute Ausgangssituation gebracht“, eröffnet Weinbach den folgenden BA-„Wintercheck“.

Was lief vor allem schief bei den Lorschern?

Weinbach war zu Saisonbeginn voll des Lobes über seine neue Mannschaft, die topmotiviert wirkte. „Die Jungs haben mitgezogen, die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung hat gestimmt und auch die ersten Wochen verliefen sehr vielversprechend. Dann haben uns aber zahlreiche Ausfälle und vor allem die fehlende Einstellung im Training und im Spiel immer mehr zurückgeworfen“, kann der Lorscher Trainer im Rückblick nur wenig positive Aspekte finden.

Was waren und sind die größten Schwächen im Tvgg-Team?

Die vom Coach angesprochene, fehlende Einstellung ist wohl das größte Problem bei den Spielern. Diese sorgte dafür, dass die Trainingsbeteiligung immer mehr zu wünschen übrigließ. Und auch in den Punktspielen stellte Weinbach schnell fest, dass nicht jeder bereit war, alles zu geben. Der Trainer hält das für eine Eigenschaft, die sich die Mannschaft im Laufe der Jahre angewöhnt hat. „Die Jungs spielen schon einige Jahre zusammen und echten Konkurrenzkampf gab es diesen Jahren nicht. Die lange Liste an Ausfällen sorgte auch in dieser Spielzeit dazu, dass sich viele ihrer Position im Team zu sicher waren. Das muss sich ändern, sonst werden Korrekturen von meiner Seite aus folgen“, spricht der Coach Klartext. Und ob er sein Engagement in seiner Heimatstadt verlängert, macht er davon abhängig, wie sich seine Kicker nach der Winterpause präsentieren werden.

Wie haben die Neuzugänge eingeschlagen?

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Mit Christian Dingeldey und Christoph Helwig hatten sich vor der Saison nur zwei Spieler der Turnvereinigung angeschlossen und erfüllten die Erwartungen absolut. „Christian macht als junger Spieler eine gute Entwicklung und wird seinen Weg gehen. Christoph ist als erfahrener Spieler mein direkter Ansprechpartner, auch wenn es um die Stimmung in der Mannschaft geht. Dazu hat er sich als variabel einsetzbarer Spieler gezeigt“, stellt Weinbach den beiden „Neuen“ ein gutes Zeugnis aus.

Gibt es in der Winterpause personelle Veränderungen?

Khaled Ghawas (TSV Auerbach) hat sich den Lorschern angeschlossen und erhofft sich mehr Einsatzzeiten. „Khaled war sportlich in Auerbach nicht mehr zufrieden und kann für uns eine echte Verstärkung werden“, sieht der Tvgg-Trainer in dem universell einsetzbaren Ghawas einen echten Gewinn. Andy Knaup hat hingegen seine Zelte in Lorsch abgebrochen und ist zur SG Einhausen zurückgekehrt.

Kann das Saisonziel noch erreicht werden?

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Aktuell schweben die Lorscher eher in Abstiegsgefahr, als dass sie an einen vor der Saison ausgegebenen Platz im vorderen Mittelfeld denken können. Das sieht auch Martin Weinbach so, der jetzt erst einmal alle Kräfte in Richtung frühzeitigem Klassenerhalt bündeln will und da um die entscheidenden Faktoren weiß: „Ausschlaggebend werden die Trainingsbeteiligung und das Engagement aller Spieler sein. Wenn die Jungs wie zu Saisonbeginn bereit sind, wieder alles zu geben, dann kommen wir da unten raus und werden die Saison im gesicherten Tabellenmittelfeld beenden. Menschlich passt hier ja alles: Die Jungs halten zusammen und pflegen von der ersten bis zur dritten Mannschaft eine tolle Kameradschaft; nur sportlich muss bei dem eigentlich vorhandenen Potenzial einfach mehr rauskommen.“

Mit welchen Ambitionen geht die Tvgg ins eigene Hallenturnier?

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In erster Linie soll am heutigen Samstag der Spaß im Vordergrund stehen, doch Martin Weinbach möchte am Ende mit seiner Mannschaft auch ganz vorne landen. „Wir wollen unser eigenes Turnier natürlich gewinnen. Geschont wird keiner, jeder der Lust auf Hallenfußball hat, läuft auf. Ich hoffe, dass die Jungs Erfolgserlebnisse feiern können“, setzt der Coach auf eine gesunde Mischung aus Freude am Spiel und sportlichem Ehrgeiz. net