Handball - HSG Bensheim/Auerbach bekommt es heute mit dem verlustpunktfreien Tabellenführer Borussia Dortmund zu tun Flames nur Außenseiter gegen den designierten Meister

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eh
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So wie hier Sarah van Gulik am Samstag bei der Schlappe gegen Oldenburg werden sich die Flames auch heute gegen Tabellenführer Dortmund mächtig ins Zeug legen müssen. © Müller

Bensheim. Viel Zeit, sich mit der unnötigen 23:25-Heimniederlage gegen den VfL Oldenburg vom vergangenen Samstag zu beschäftigen, haben die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach nicht: Bereits heute Abend steht in der Weststadthalle (19 Uhr) das Nachholspiel aus der Hinserie gegen den BVB Borussia Dortmund auf dem Programm.

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An das Oldenburg-Match hat Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach der Übungseinheit am Montag einen Haken gemacht. „Wir haben unser Potenzial nicht abgerufen und einfach zu viele Fehler gemacht. Das haben wir besprochen.“ Punkt.

Der Blick der HSG ist auf das Gastspiel der Über-Mannschaft der Liga gerichtet: 16 Partien hat der BVB in dieser Spielzeit bestritten, 16-mal hat das Team von Coach Andre Fuhr das Feld als Sieger verlassen. Der schärfste Verfolger SG BBM Bietigheim hat aktuell fünf Zähler Rückstand. Für Heike Ahlgrimm ist das Titelrennen bereits zum jetzigen Zeitpunkt entschieden. „Dortmund ist für mich der kommende Deutscher Meister.“ Die 45-Jährige rechnet zudem damit, dass das Starensemble aus Westfalen mit fünf niederländischen 2019-Weltmeisterinnen im Kader die Meisterschaft mit weißer Weste einfahren wird. „Ich glaube, sie gehen zu Null durch.“

Klar ist, die Erfolgssausichten des Tabellensiebten aus Bensheim halten sich gegen den Primus in Grenzen. „Wir wollen sie ärgern, die zwei Punkte muss sich Dortmund erst mal erarbeiten.“ In den beiden letzten Duellen konnten die Flames die „Ärger-Taktik“ umsetzen und erzielten dabei respektable Ergebnisse (24:28, 28:34). „Wir haben gegen Dortmund eigentlich immer gute Spiele gemacht“, blickt Ahlgrimm zurück auf die jüngsten Auseinandersetzungen, schließlich gab es in der Saison 2018/19 neben einer 27:28-Niederlage auch ein 21:21-Remis.

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Die Dortmunderinnen sind seit Anfang Januar zwischen Bundesliga und Champions League im Drei-Tage-Rhythmus unterwegs. Am Sonntag war Schwarzgelb in der Champions League gegen den dänischen Vertreter Odense Handbold erfolgreich (32:27). „Sie kommen mit viel Selbstvertrauen, haben aber auch eine hohe Belastung.“ Inwieweit die Flames mit ihrem Tempospiel den strapazierten Kontrahenten in Verlegenheit bringen können, bleibt abzuwarten. „Das könnte eine Möglichkeit sein.“ Allerdings dürfe man die Geschwindigkeit „nicht überziehen“, da schnelles Spiel störanfällig sei – und Fehler von einer Mannschaft mit dem Leistungsvermögen Dortmunds bestraft werden würden.

Heike Ahlgrimm, die auf ihren kompletten Kader zurückgreifen kann, sieht dem Vergleich mit dem Top-Favoriten insgesamt gelassen entgegen. „Für uns ist das das leichteste Spiel der ganzen Saison, wir freuen uns darauf, gegen Spielerinnen mit dieser Qualität antreten zu können.“ eh

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Info: Flames – Dortmund, heute, 19 Uhr, live auf sportdeutschland.tv