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Handball

Flames haben nach kurzer Pause wieder mit dem Training begonnen

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Die Flames-Neuzugänge v.l. Neele Mara Orth, Myrthe Schoenaker, Jana Haas, Saskia Fackel, Vanessa Fehr mit Trainerin Heike Ahlgrimm. Bild: Andrea Müller © Andrea Müller

Bensheim. Sie sind wieder da: Nach knapp sechs Wochen Pause haben die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach die Vorbereitung auf die Spielzeit 2021/22 aufgenommen. Wie üblich begann das Trainingsprogramm für die Flames mit Rundendrehen in Dreier-Teams im Weiherhausstadion und anschließendem Laktattest.

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Nach einer langen, anstrengenden Spielzeit 2020/21, die in der Endphase von einem Corona-Ausbruch bei der HSG überschattet war, haben die Akteurinnen wieder Lust auf Handball. „Klar“, bestätigte Lisa Friedberger nach getaner Arbeit. Das Laufen während der ersten Einheiten zählt nicht unbedingt zu den Lieblingsdisziplinen der Rückraumspielerin. Aber: „Es gehört dazu. Ich freue mich darauf, wenn wir in die Halle gehen.“

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hätte sich nach der komplizierten und Kräfte zehrenden Vorsaison „zwei, drei Wochen mehr Urlaub“ gewünscht, dennoch überwiegt bei der 46-Jährigen die Vorfreude auf die kommenden Wochen mit viel Handball. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team und den neuen Mädels. Wir tun jetzt wieder das, was wir lieben: Handball spielen.“

Die „neuen Mädels“ bei den Flames sind: Saskia Fackel, Myrthe Schoenaker, Vanessa Fehr. Nicht ganz „neu“ sind die beiden Talente Neele Orth und Jana Hass. Beide spielten bereits in der A-Jugend-Bundesliga für die HSG. Neele Orth stammt aus der Flames-Akademie, trainierte in der vergangenen Runde regelmäßig mit dem Flames-Kader und kam in der Frauen-Bundesliga zum Einsatz.

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Saskia Fackel (Kurpfalz Bären Ketsch) und Myrthe Schoenaker (HSG Blomberg-Lippe) wirkten trotz der Laufbelastungen gut gelaunt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagte Fackel mit einem breiten Strahlen. Die Linkshänderin ist neben Alicia Soffel die zweite „Fernpendlerin“ im Kader: Sie lebt in Plankstadt und arbeitet in Mannheim.

Myrthe Schoenaker hat sich in ihren neuen Club und ihrem neuen Wohnsitz in Heppenheim bestens eingefunden. „Es fühlt sich sehr gut an.“ Die Flames-Spielerinnen kennt sie aus den Bundesliga-Duellen der zurückliegenden Jahre. Etwas länger besteht ihre sportliche Bekanntschaft zu Sarah van Gulik. Bereits zu Jugendzeiten in den Niederlanden sind sich Myrthe und Sarah auf dem Handball-Parkett begegnet, nun stehen sie erstmals gemeinsam in einem Team. „Es ist schön, wenn man bei einem neuen Verein jemanden kennt.“

Vanessa Fehr (Bayer Leverkusen), am Montag einzige Torhüterin beim Trainingsauftakt, musste mit zwei Feldspielerinnen auf die Bahn - und kam nicht als Letzte ins Ziel. „Ich weiß gar nicht, ob Laufen meine Stärke ist, aber heute ging es ganz gut.“ Die gemeinsamen Läufe vor dem offiziellen Trainingsbeginn mit Lisa Friedberger, die Vanessa aus gemeinsamen Zeiten in verschiedenen DHB-Jugend-Nationalteams kennt, scheinen sich gelohnt zu haben. Was ist ihr bei ihren neuen Verein bislang aufgefallen? „Alle sind sehr hilfsbereit, das ist toll.“

Der Start im Weiherhausstadion erfolgte ohne die zurzeit Knie-verletzten Helen van Beurden (links), Sarah Dekker (rechts), Lotta Heider (rechts) und Alicia Soffel (links). Isabell Hurst ist dagegen nach ihrer überstandenen Bänderverletzung wieder an Bord. „Es geht sehr gut“, berichtete sie und kreiste dabei flüssig die zuvor lädierte Schulter. Geplant ist, dass die Kreisläuferin das Programm der nächsten zwei Wochen komplett mitmacht, die Spielformen allerdings noch kontaktlos absolviert. „Danach sehen wir weiter.“

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Nächste „Rückkehrerin“ dürfte Helen van Beurden sein. Die Torhüterin hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Schmerzen im linken Knie. Mitte Mai entschloss sie sich, die notwendige Meniskus-Operation vornehmen zu lassen, dadurch verpasste sie die letzten drei Saisonspiele. Die Reha verläuft „super“, erzählte Helen van Beurden am Montag. „Ich liege über Plan.“ Der Termin für ihren Wiedereinstieg ist absehbar und nur noch eine Sache von wenigen Wochen, so die optimistische Prognose der 30-Jährigen.

Mehr Geduld muss Sarah Dekker aufbringen. Bei der Linkshänderin waren in der Endphase der abgelaufenen Runde Beschwerden im rechten Knie aufgetreten, sie setzte die beiden letzten Begegnungen aus. Bei einer Untersuchung wurden eine ältere Meniskus- und eine frische Knorpelverletzung diagnostiziert, die erforderliche Operation wurde vor drei Wochen vorgenommen. „Es ist alles gut verlaufen“, erklärte Sarah am Rande der Übungseinheit im Weiherhaus. Eine Woche muss die 20-Jährige noch mit Gehhilfen unterwegs sein, die Schiene um das operierte Knie muss sie weitere drei Wochen tragen.

Nach aktuellen Stand kann Sarah Dekker das Training im September wieder aufnehmen. „Wir werden nichts überstürzen“, meinte Heike Ahlgrimm zum Zeitpunkt des Comebacks der Rechtsaußen. Mit Blick auf den Bundesliga-Spielbetrieb, der wegen der Weltmeisterschaften in Spanien im November und Dezember mehrere Wochen ruht, kann sich die Trainerin auch einen späteren Einstieg Dekkers vorstellen. „Wir werden sehen, wann es Sinn macht.“

Der Dezember ist Lotta Heiders Termin für den Re-Start nach ihrem Kreuzbandriss. Die Linkshänderin befindet sich auf Kurs; nächste Stufe ihres Reha-Planes ist leichtes Joggen. Auch wenn die 19-Jährige beim Training im Weiherhaus nur zuschaute, genoss sie die Zeit mit der Mannschaft. „Es ist einfach schön, mit den Mädels zusammen zu sein.“

Für Alicia Soffel steht Mitte August der nächste operative Eingriff an. Der knöcherne Bänderriss im linken Knie wurde bereits behoben, nun steht die Operation des beschädigten Kreuzbandes an. Angesichts der Ausfälle trainierten am Montag Nina Rädge und Annika Schmitz von den Junior-Flames mit dem Bundesliga-Team. Beide Spielerinnen waren wie Neele Orth in der Vorsaison bei personellen Engpässen eingesprungen. Ob Rädge und Schmitz Teile oder die gesamte Vorbereitung mit den Flames absolvieren, soll laut Heike Ahlgrimm zeitnah entschieden werden. eh

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