Handball - Martin Schwarzwald seit Dezember in Leverkusen Flames beim ehemaligen Co-Trainer

Von 
eh
Lesedauer: 

Bensheim. Für die HSG Bensheim/Auerbach geht es am Sonntag erneut gegen einen „Ex“: Martin Schwarzwald ist neben Edina Rott (TuS Metzingen), Florian Bauer (1. FSV Mainz) und Adrian Fuladdjusch (Kurpfalz Bären Ketsch) einer von vier Trainern in der Handball-Bundesliga der Frauen, der eine Flames-Vergangenheit hat. Seit dem 1. Dezember ist Schwarzwald Coach von Bayer Leverkusen; am Sonntag (16 Uhr, Ostermann-Arena) sind die Bensheimerinnen zu Gast bei den Elfen.

AdUnit urban-intext1

Der 34-Jährige war von 2015 bis 2017 bei der HSG unter anderem für die Junior-Flames sowie das A-Jugend-Bundesliga-Team zuständig. Zusätzlich fungierte er 2016/17, der Aufstiegssaison, unter Cheftrainerin Heike Ahlgrimm als Co für die Bundesliga-Equipe.

Vier Siege, vier Niederlagen

Handball-Familie Schwarzwald

Martin Schwarzwald hat noch familiäre Bindung zur HSG Bensheim/Auerbach. Seine Mutter Beatrix Schwarzwald, eine Sozialpädagogin, ist pädagogische Leiterin der Flames-Jugendakademie in Bensheim.

Zurzeit lebt Martin Schwarzwald, der bis vor Kurzem als Grafiker arbeitete, mit seiner Partnerin und seinem acht Monate alten Sohn in Mainz. Anfang April wird er mit seiner Familie nach Leverkusen umziehen und in Vollzeit als Trainer tätig sein. eh

„Ich verfolge seinen Weg, wir stehen ab und zu in Kontakt, aber für das Spiel hat das keine Bedeutung“, blickt Ahlgrimm auf die sportliche Begegnung mit ihrem ehemalige Assistenten. Auch Schwarzwald beurteilt die Konstellation „nüchtern“, wie er sagt. „Ich richte den Fokus auf meine Mannschaft.“

Nachdem sich Bayer unter Schwarzwalds Leitung zunächst mit vier Pflichtsiegen gegen das Schlussquartett der Liga durchgesetzt hatte, folgten zuletzt vier Liga-Pleiten in Folge – sowie zu Hause das Aus im DHB-Pokal gegen HL Buchholz-Rosengarten. Dadurch verpasste das Bayer-Ensemble das Final Four. „Das war besonders bitter.“ Die Teilnahme am Final-Turnier hätte das Highlight einer Runde sein können, in der es für Leverkusen als Tabellenneunten „nur noch um die goldene Ananas geht“ (Schwarzwald).

Dortmund-Spiel hat Kraft gekostet

AdUnit urban-intext2

Für Heike Ahlgrimm ändert die Negativ-Serie des Kontrahenten nichts an den Voraussetzungen für das Duell. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, Leverkusen ist eine gefährliche Mannschaft.“ Unter anderem verweist die Flames-Trainerin auf den letzten Ligaauftritt der Elfen: Vor knapp zwei Wochen verlor Bayer beim verlustpunktfreien Primus Borussia Dortmund unglücklich mit 29:31. „Leverkusen hatte mehr verdient.“

Die HSG unterlag der Borussia am vergangenen Mittwoch nach einer phasenweise ansprechenden Leistung mit 28:38. Ein Match, das Kraft gekostet hat, wie Ahlgrimm sagt. Umso wichtiger ist es, dass die Flames die Reise am Sonntag mit dem kompletten Kader antreten können.

AdUnit urban-intext3

Den Gastgebern fehlen dagegen verletzungsbedingt Fanta Keita, Hildigunnur Einarsdottir, Mareike Thomaier und wohl auch Nationalspielerin Mia Zschoke. Im Klassement liegen die Flames (7. Platz/20:16 Punkte) vier Pluspunkte vor Bayer (16:16), das zwei Partien weniger ausgetragen hat. „Wir wollen nach den letzten negativen Ergebnissen den Bock gegen Bensheim umstoßen“, formuliert Martin Schwarzwald die Zielsetzung. Das Hinspiel gewann die HSG mit 23:20. eh

AdUnit urban-intext4

Info: Leverkusen – Flames: So., 16 Uhr, live auf sportdeutschland.tv