Fußball-Gruppenliga - Schwerdt verschießt im Derby des VfR Fehlheim erst einen Handelfmeter, erzielt aber in der Nachspielzeit den 3:3-Endstand Erst tragischer, dann gefeierter Held

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Hier vergibt Max Schwerdt per Elfmeter die Chance zum Fehlheimer 3:3 (Heppenheims Torwart Alexander Schneider pariert), in der Nachspielzeit rettete er dem VfR Fehlheim mit einem Distanzschuss doch noch einen Punkt. © Neu

Bergstraße. Das Derby der Fußball-Gruppenliga zwischen dem VfR Fehlheim und dem FC Sportfreunde Heppenheim war jeden Cent Eintrittsgeld wert. Der Nachbarschaftsvergleich zwischen dem Team aus dem Bensheimer Stadtteil und den Kreisstädtern endete 3:3 unentschieden und die gut 100 Zuschauer bekamen dabei alles das geboten, was ein solches Derby ausmacht. Es fielen viele Tore, beide Teams lieferten sich eine harte, aber fast immer faire Auseinandersetzung, es gab einen Platzverweis, einen verschossenen Strafstoß und es gab Spieler, die dem Duell ihre Stempel aufdrückten.

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Das war in erster Linie der Heppenheimer Riccardo Zocco. Der Offensivspieler der Sportfreunde, der auch schon in Diensten der Fehlheimer gestanden hatte, erzielte alle drei Tore für sein Team, eines schöner als das andere. Beim 0:1 nach einer guten halben Stunde verwandelte er eine Ecke direkt und ließ die Fehlheimer Hintermannschaft alt aussehen. Das 0:2 (39.) resultierte aus einem Schuss aus 22 Metern und das zwischenzeitliche 2:3 (55.) war ein Geschoss aus der Rubrik „Sonntagsschuss“.

Bei den Fehlheimern war Max Schwerdt der Held des Spiels. Zunächst der tragische – er scheiterte nach einer guten Stunde mit einem Handelfmeter an Heppenheims Torhüter Alexander Schneider. In der Nachspielzeit traf der Fehlheimer Sturmführer dann aber zum vielumjubelten 3:3-Endstand und machte damit den vergebenen Strafstoß wieder vergessen.

Die „Rasenspieler“ wussten die Punkteteilung nach dem Schlusspfiff richtig einzuordnen und sprachen von einem glücklichen Unentschieden, das sich auf Grund des späten Ausgleichstreffers wie ein Sieg anfühlte. „Das war heute ein Happy End für uns, denn der Ausgleichstreffer fiel doch sehr spät und so richtig dran geglaubt haben wir in der sechsten Minute der Nachspielzeit nicht mehr. Die Mannschaft hat aber nach einem schwachen Auftritt in der ersten Spielhälfte in der zweiten Halbzeit den Schalter umgelegt und die Mentalität gezeigt, die eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Wir können mit dem Unentschieden gut leben, Heppenheim wird sich sicherlich ärgern, sie hatten den Sieg eigentlich schon in trockenen Tüchern“, sagte Fehlheims Abteilungsleiter Björn Babutzka.

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So versäumten es die Gäste in der Schlussphase, beim Stand von 2:3 die Partie endgültig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Riccardo Zocco und Brandon Wiley (83.) hatten das das 2:4 auf dem Fuß, agierten in aussichtsreicher Position jedoch zu umständlich und vergaben die Vorentscheidung.

VfR Fehlheim: Ries – Schmieder (79. Koob), Melzer, Schwerdt, Reimund, Röhrig (68. Sadic), Lortz, Butz, Rettig, Mitka, Ramonas.

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SF Heppenheim: Schneider – Koba, Zocco, De Simone, Scott, Wiley (90. Schmitt), Schröher (78. Pritchett), Friedrich, Fischer, Breuer, Kilic.

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Tore: 0:1, 0:2 Zocco (26. und 39.), 1:2 Rettig (46.), 2:2 Melzer (45.+2), 2:3 Zocco (55.), 3:3 Schwerdt (90.+6). - Schiedsrichter: Abbondanza (Wiesbanden). - Zuschauer: 100. - Besondere Vorkommnisse: Schwerdt (62./VfR) scheitert mit einem Handelfmeter an Schneider; Gelbrote Karte gegen Reimund (VfR/63.) wegen wiederh. Foulspiel. - Beste Spieler: Ries, Lortz / Zocco. nico

Überzahl lange kein Vorteil

FSG Riedrode – FC Alsbach 3:1. „Wir haben nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen Alsbach, und haben uns sieben, acht richtig gute Chancen herausgespielt“, freute sich FSG-Trainer Duro Bozanovic über den Erfolg gegen den Titelaspiranten. In der 36. Minute traf Marcel Daniel zum 1:0 für die FSG. Kurz vor der Pause sah FCA-Stürmer Nick Neumann nach einem Tritt gegen Schwaier Rot. Vorteil Riedrode? Mitnichten! Der Gast hielt weiter dagegen und erzielte sogar in der 88. Minute das 1:1 durch Alexis Bonias. Doch dabei blieb es nicht. Ein Solo von Schwaier (90.) und das 3:1 durch Oliver Schrah (90.+3) ließen die FSG letztlich verdient jubeln. cpa/sm