Sportlerwahl - Lauf-Ass Ruben Zillig von der LG Bensheim wurde in seinem erfolgreichsten Jahr 2013 auch „Sportler des Jahres“ Ein Sieg sogar auf dem Hockenheimring

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red
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Bensheim. Ruben Zillig war nicht nur Bensheimer „Leichtathlet des Jahres 2013“, er durfte sich auch gleich Bensheimer „Sportler des Jahres 2013“ nennen. Der damals 21-jährige Mittelstreckenläufer der LG VfL/SSG Bensheim (LGB) blickte damals auf die bis dahin erfolgreichste Saison seiner Leichtathletik-Karriere zurück.

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Gleich einen kompletten Medaillensatz gewann er bei den diversen Leichtathletik-Hessenmeisterschaften in der Männerklasse. Neben Silber im Crosslauf und über 3000 Meter Hindernis, erlief er Bronze über 1500 Meter. Gold und damit den Hessenmeister-Titel gewann er gemeinsam mit seinen Teamkollegen Tano Marth und Sören Zipp mit der dreimal 1000-Meter-Staffel der LGB.

Zur Person

Ruben Zillig wurde am 25. Juli 1992 in Heppenheim geboren. Er wuchs in Bensheim aus und wohnt jetzt in Hemsbach.

Nach seiner Schulzeit an der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, wo er das Fachabitur gemacht hat, begann er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Bensheim.

Anschließend ging er zum Kreis Bergstraße, wo er 2020 den Verwaltungsfachwirt machte. Dort ist er im Sozialamt eingesetzt.

Ruben Zilligs Bestzeiten: 800 Meter 1:52,13 Minuten, 1000 m 2:26,13 Min., 1500 m 3:51,70 Min., 3000 m 8:28,32 Min., 5000 m 14:58,22 Min. red

Drei neue LGB-Rekorde stellte Ruben Zillig in dieser Saison auf. Über 3000 Meter, über 3000 Meter Hindernis und beim Sportfest in Bensheims Partnerstadt Riva del Garda (Italien) auch über die 5000-Meter-Distanz. Beinahe selbstverständlich, dass er 2013 in all diesen Disziplinen neue persönliche Bestzeiten aufstellte.

Der von den Medien am meisten beachtete Erfolg gelang ihm allerdings abseits von Meisterschaften und Tartanbahn, als er beim BASF-Firmen-Cup im Juni 2013 auf dem Hockenheimring startete. Dort lief der Mitarbeiter der Stadt Bensheim, die das Team „Hessentagstadt 2014“ ins Rennen schickte, unter sage und schreibe 16 700 Startern tatsächlich als Erster über die Ziellinie. Nebenbei hält er auch noch den Streckenrekord.

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Die größten Erfolge seiner Leichtathletikkarriere waren für Ruben der süddeutsche Vizemeistertitel über 3000 Meter bei den Männern mit 8:40,27 Minuten (2017), der sechste Platz bei den Deutschen Meisterschaften der U23 über 1500 Meter (2014) und der Gewinn der Bronzemedaille mit seinen Mannschaftskameraden Marko Arthofer und Tano Marth mit der dreimal 1000-Meter-Staffel bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U23 in Kandel (2012).

Aufgrund eines Achillessehnenanrisses musste er vermehrt auf das Rennrad umsteigen. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich 2018 zum Triathlon gewechselt bin. Da sehe ich auch mehr Perspektiven für mich. Mein persönliches Ziel ist es, mich 2022 über den Frankfurter Ironman für den Ironman auf Hawaii zu qualifizieren“, gibt Ruben Zillig seine ambitionierten Ziele aus. Daneben möchte er auch mit der Triathlon-Mannschaft des TSV Amicitia Viernheim in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dass er auch im Triathlon erfolgreich ist, bewies er gleich 2018. Bei den Deutschen Meisterschaften belegte er in seiner Altersklasse in der Kurzdistanz den vierten Platz.

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„Der Triathlonsport ist schon eine Lebenseinstellung. 15 bis 20 Stunden Sport in der Woche beanspruchen neben dem Arbeitsleben schon eine Menge Zeit“, beschreibt Ruben den enormen Zeitaufwand des Triathlonsports. Zudem sei das Ganze auch noch teuer, wenn man gutes Trainings- und Wettkampfmaterial haben möchte. Um die Trainingsleistungen von Ruben Zillig für 2020 mal in Zahlen zu benennen: 11 000 km mit dem Rad gefahren und 2500 km gelaufen. Da aufgrund von Corona die Schwimmbäder die meiste Zeit geschlossen waren, waren die Schwimm-Trainingseinheiten nicht so umfangreich wie eigentlich nötig.

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„Als Ruben bei uns angefangen hat, sah er nicht wie ein Modellathlet aus“, blickt der Abteilungsleiter der LGB, Michael Borger, auf die Anfangszeit von Zilligs Laufkarriere zurück. „Zudem war Ruben mit Sicherheit nicht der talentierteste Athlet, den wir hatten, aber mit Abstand der Ehrgeizigste. Die Erfolge, die Ruben vorzuweisen hat, sagen eigentlich alles aus.“ red