Persönlich: Dzevad Mehidic bei der TSV Auerbach zu einem umsichtigen Libero umfunktioniert DFB-Physiotherapeut sorgte für die Fitness

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Bensheim. Als Christoph Röhrig im Herbst 2008 sein Engagement als Spielertrainer bei der TSV Auerbach beenden musste, stopfte der damalige Interimscoach Nino Toto diese Lücke, indem er Dzevad Mehidic (Bild: red) vom Mittelfeldspieler zum Libero umfunktionierte. Und diese Position füllt der am 23. März 1980 im bosnischen Zvornik geborene Einzelhandelskaufmann, der Zylfi Reqica (TSV Elmshausen) und Almir Gashi (TSV Gadernheim) zu seinen Arbeitsskollegen zählen darf, hervorragend aus, schränkt aber ein: "Als Spielmacher hat es mir besser gefallen, hat man da mehr mit dem Spiel zu tun. Derzeit gibt es aber keine Alternativen für diese Aufgabe".

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Den 1,85 Meter großen und 73 Kilo schweren Dzevad Mehidic, der mit Elmedina verheiratet ist und der Aida und Arifa zu Schwestern hat, zeichnen Gelassenheit am Ball und einen Überblick für die Spielsituationen aus. Zudem ist Dzevad Mehidic beim Bensheimer A-Ligisten Spezialist für Elfmeter und Freistöße. Er macht sich natürlich auch seine Gedanken darüber, warum es beim Tabellen-13. einfach nicht so recht läuft: "Wir haben zwar viele Einzelkönner, doch unsere Mannschaft findet nicht so recht zusammen. Uns fehlen zudem ein Knipser und ein erfahrender Spieler, der den Ball halten kann." Allerdings ist der Anhänger des Karlsruher SC davon überzeugt, "dass am Ende zumindest noch Platz zehn drin ist."

Zwischen 1990 und 1994 erprobte sich Dzevad Mehidic als Manndecker im Schüler-Team des FC Tuzla, ehe die Familie wegen der Kriegswirren in der Heimat 1994 nach Karlsruhe kam und wenig später nach Bensheim-Wilmshausen zog. Nach zwei Jahren bei den B-Junioren der TSV Auerbach schloss er sich 1996 den A-Junioren der Lorscher Olympia an und hatte auch in Sascha Hinz und Bekir Ilhan Weggefährten.

Auf Sprung in die Hessenauswahl

Dzevad Mehidic stand sogar auf dem Sprung in die A-Junioren-Hessenauswahl, erhielt er doch Einladungen zu zwei Lehrgängen. Wegen eines Meniskusanrisses wurde er aber nicht mehr berücksichtigt. Dieser zwang ihn auch zu einer zweijährigen Pause, ehe er sich nach Besuchen in Fitnessstudios 2001 bei der TSV Auerbach zurückmeldete.

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Unter Trainer Stefan Böck sicherte sich Dzevad Mehidic sofort einen Stammplatz. "Ich bin froh, dass mit Stefan Böck ein ruhiger und präziser Trainer zu uns zurückgekehrt ist", betont der Auerbacher Libero, der hervorragend mit Jens Galpin und Jens Habicht harmoniert. Im Sommer 2006 erlitt er gegen Olympia Lorsch einen Muskelriss im rechten Oberschenkel. Kaum war er fit, da zog sich Dzevad Mehidic im Oktober 2006 gegen die FSG Bensheim eine Knochenabsplitterung am Sprunggelenk zu. "Keiner wusste so recht, was mit meinem rechten Fuß los war. So suchte ich Adolf Katzenmeier in Frankfurt auf und der frühere DFB-Physiotherapeut hat mir schließlich auch helfen können", erinnert sich Dzevad Mehidic gerne. rs