Vereine - Hoher Aufwand zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs / BSC Einhausen und TTC 2010 Lorsch sind schon wieder aktiv Der schwere Weg zurück an die Tischtennis-Platten

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Beim TTC 2010 Lorsch hat das Training wieder begonnen. Zur Einhaltung der Abstandsregeln werden die sonst bei Wettkämpfen verwendeten „Boxen“ aufgebaut. © Neu

Bergstraße. Die Corona-Krise hat auch den Tischtennissport mit aller Macht getroffen, obwohl der Wettbewerb mit dem weißen Plastikball keine Kontaktsportart wie Fußball oder Handball darstellt. Aber seit einigen Tagen sind soziale Kontakte und sportliche Aktivitäten nach dem „Schutz- und Handlungskonzept des Deutschen Tischtennisbundes“ wieder erlaubt.

VfR Fehlheim wartet auf Hallenöffnung

Bei den Tischtennisspielern des VfR Fehlheim findet noch kein Training statt, was in erster Linie daran liegt, dass die AKG-Schulsporthalle in Bensheim noch nicht geöffnet ist. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den zuständigen Stellen, eine konkrete Öffnung ist aber noch nicht in Sicht“, berichtet VfR-Vorstandsmitglied Claudio Schubert.

Er merkt bei den Sportlern eine gewisse Vorfreude; gerne würden sie so schnell wie möglich den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, „denn wir haben einen Hygiene-Plan und sind vorbereitet. Letztlich warten wir noch auf das Okay der Stadt“, hofft Schubert, dass man spätestens in einer Woche wieder in die Hallen und an die Platten darf.

Unabhängig davon haben sich die Verantwortlichen mit der Planung für die neue Saison beschäftigt – und da wird Fehlheim mit bewährten Kräften in der Regionalliga aufschlagen. „Das Gros der Mannschaft bleibt zusammen, einzig Dennis Llorca hat uns verlassen. Dafür rückt mit Felix Schubert ein junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft auf. Und mit Dmytro Yaremchuck haben wir eine Option auf einen ukrainischen Nachwuchsspieler, der in seiner Heimat schon auf dem zweiten Platz der Juniorenliste geführt wurde“, sieht Schubert das Team gut aufgestellt.

Auch die zweite Mannschaft, die in die Verbandsliga aufgestiegen ist, hat zwei Neuzugänge: Ahmet Topal vom TTC Lampertheim und der Heppenheimer Nicolas Tomahogh (TTC Groß-Rohrheim) sind echte Verstärkungen. lew

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Dazu zählen: Keine Umkleide, keine Duschen, Dokumentation der Trainingsteilnehmer, ständige Desinfektion, keine Doppel-Spiele und Abstandsregeln im Einzel (mindestens 2,74 Meter durch die Größe der Tische garantiert).

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Was theoretisch relativ einfach klingt, war vielerorts nicht auf die Schnelle umsetzbar. So ist man vor allem beim TSV Reichenbach noch sehr zurückhaltend, obwohl dessen TT-Spieler in der vereinseigenen Sportstätte am Brandauer Klinger aufschlagen könnten. „Es ist aber schwierig, die Auflagen der Behörden beziehungsweise des Verbandes in einer solch kleinen Halle zu erfüllen“, erklärt Abteilungsleiter Werner Bitsch: „Wir könnten gerade zwei Platten aufstellen. Aber wer baut die auf und ab und sorgt für die Hygienemaßnahmen, denn diese Person darf ja dann nicht selbst spielen? Und auch einen verlässlichen Trainingszeitplan aufzustellen, ist problematisch.“

Auch bei der TSV Auerbach und der SSG Bensheim wartet man noch ab, arbeitet aber jeweils schon konkret an einem Handlungskonzept. „Wir sind mit den Vorbereitungen intensiv dabei, wie wir die DTTB-Auflagen erfüllen und dann auch in nächster Zeit starten können“, so der SSG-Abteilungsleiter Thomas Sturm, der sich zudem mit dem Vorstand des Gesamtvereins abstimmen will, „der ja eventuell auch noch Bestimmungen herausgibt“.

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Der Auerbacher Abteilungsleiter Karl-Heinz Weigold wird da schon genauer: „Wir wollen wieder ab dem 25. Mai spielen.“ Am Montag (18.) soll laut Weigold in der TT-Vorstandssitzung bei der TSV das Nutzungs- und Hygienekonzept abgesegnet und dann noch mit dem Präsidium abgestimmt werden.

Beim TTC Heppenheim war man gestern erleichtert, dass das städtische Okay für die Nutzung der Halle der Konrad-Adenauer-Schule einging: „Jetzt gilt es noch Desinfektionsmittel zu besorgen und dann geht’s nächste Woche endlich wieder mit dem Training los“, so Vorsitzender Jürgen Dreißigacker.

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Mit jeweils reduzierter Anzahl von aufgestellten TT-Platten haben der BSC Einhausen – wie bereits im Lokalteil berichtet (BA vom 13.5.) – und der TTC 2010 Lorsch indes in dieser Woche bereits wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen. Wegen der vorgeschriebenen Abstandsregel bauen die Lorscher derzeit nur noch vier sogenannte Boxen in der Sporthalle der Wingertsbergschule auf, um im Jugend- und Seniorenbereich zumindest wieder etwas aktiv werden zu können.

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Beim ersten Training nach der langen Corona-Zwangspause war den acht erschienenen TTC-Nachwuchsspielern die Erleichterung darüber anzumerken, dass sie sich endlich wieder an den Platten bewegen dürfen. Die Jugendmannschaft des Clubs belegte in der vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 mit 14:12 Punkten einen für sie guten vierten Rang in der 1. Kreisklasse.

TTC 2010 baut auf die Jugend

Maßgeblichen Anteil an dieser guten Platzierung hatte der zuletzt immer stärker aufspielende Jonas Kertscher, der mit 7:0 Siegen zweitbester Akteur der Rückrunde und mit 22:3 Siegen Sechstbester der gesamten Spielzeit wurde. Ihm am nächsten kam Juliana Findeisen als Rückrundendritte (6:2). Ihr Bruder Jan erspielte 16:13 Siege, die deutlich verbesserte Tina Böhling blieb in der Rückrunde ungeschlagen.

Für die neue Spielzeit, deren Starttermin noch ungewiss ist, planen die TTC-2010-Verantwortlichen die Verstärkung der Senioren aus dem eigenen Jugendbereich. Der talentierte, 15-jährige Jonas Kertscher trainiert bereits bei den Aktiven mit und soll für die erste Herrenmannschaft in der Kreisliga gemeldet werden. Juliana und Jan Findeisen sind als Verstärkung für die dritten Herren vorgesehen. red/hs