Handball - Trainer macht bei der HSG Bensheim/Auerbach weiter Brandt noch nicht satt

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Bensheim. Auf Kontinuität setzt man bei den Handballern der HSG Bensheim/Auerbach. Während in vielen Vereinen drei, vier Jahre das Maximum für einen Trainer sind, darf Moritz Brandt in der nächsten Saison ein besonderes Jubiläum feiern: Zehn Jahre ist er dann Coach des aktuellen Bezirksoberliga-Männerteams, davon fünf Jahre hauptverantwortlich. Und dabei wird Brandt im August erst 30 Jahre alt.

Moritz Brandt bleibt der Dauerbrenner auf der HSG-Trainerbank. © Neu
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Von Abnutzungserscheinungen im Verhältnis Mannschaft-Trainer ist dabei nichts zu spüren. Im Gegenteil. Spieler und Coach brennen darauf, nach der Corona-Zwangspause richtig durchzustarten. „Eigentlich wollten wir in dieser Saison ganz vorne mitspielen. Nun wollen wir in der nächsten Runde oben angreifen“, ist für Brandt ein Platz zwischen eins und drei das Ziel.

Die handballfreie Zeit fällt ihm zwar schwer, hat aber auch verdeutlicht, dass es ohne Handball für ihn nicht geht. „Ich habe schon etwas den Kopf frei bekommen, konnte etwas Abstand gewinnen. Aber gleichzeitig wuchs die Überzeugung in mir, dass ich noch richtig heiß auf dieses Traineramt bei der HSG bin. Meine Jungs und ich sind noch lange nicht satt“, erklärt Moritz Brandt. Seine Vertragsverlängerung war schließlich nur noch Formsache. Von Abteilungsleitung und Mannschaft gab es keinerlei Vorbehalte.

Wurde das HSG-Bezirksoberliga-Team vor einigen Jahren noch als junge, hungrige Mannschaft bezeichnet, sieht Brandt seine Akteure nun durchweg „im besten Handball-Alter. Jetzt gilt es, unsere Leistung auf die Platte zu bekommen und um den Aufstieg mitzuspielen. Das muss eindeutig unser Ziel sein.“

Gute Stimmung ist wichtig

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Positiv ist auf alle Fälle, dass der Kader nach jetzigem Stand nahezu unverändert beisammen bleiben wird. Lediglich hinter Robin Eberle steht ein dickes Fragezeichen, nachdem er im Dezember nach Köln zog und dort als Jurist sein Referendariat begann. „Da muss man abwarten, inwieweit er noch uns helfen kann“, so Brandt, der einen Verzicht auf Eberle als herben Verlust bezeichnet: „Er hat sich hervorragend entwickelt und war besonders in der Deckung eine echte Bank.“

Auch jenseits der ersten Mannschaft sieht der Bezirksoberliga-Coach die HSG gut aufgestellt: „Wenn man die drei Männerteams zusammennimmt, dann haben wir über 60 aktive Handballer“, rechnet Brandt vor. „Und gerade die Zusammenarbeit zwischen der Ersten und der Zweiten ist eng und sehr wichtig für die Entwicklung.“ Perspektivisch hofft er, dass die zweite Mannschaft den Sprung aus der B- in die A-Liga schafft, „aber Druck ist da nicht vorhanden. Das wird schon.“

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Das Wichtigste ist für den HSG-Dauerbrenner Brandt, dass man bei seinem Verein an einem Strang zieht und dass innerhalb der Mannschaften eine „sehr gute Stimmung“ herrscht. „Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn es in ein paar Monaten hoffentlich wieder ins normale Teamtraining gehen wird. Wir brennen darauf, endlich wieder in der Halle zu stehen.“ tip