Handball-Bezirksoberliga - HSG übernimmt nach 37:31-Sieg gegen Lampertheim Tabellenplatz vier Bensheim auf der Überholspur

Von 
ki/ü
Lesedauer: 

Bensheim. Der Aufsteiger bleibt auf der Überholspur: Im Derby der Handball-Bezirksoberliga feierte die HSG Bensheim/Auerbach einen 37:31 (18:15)-Heimsieg gegen den TV Lampertheim und verdrängte die Spargelstädter damit von Rang vier. „Das war heute Kampf pur. Spielerisch war es nicht das überragende Spiel, aber es war dennoch eine richtig starke Leistung“, freute sich HSG-Trainer Moritz Brandt nach dem siebten Sieg in Folge. Sein Gegenüber, Lampertheims Coach Achim Schmied, ärgerte sich über eine ganz schwache Schlussphase: „Da haben wir aufgehört, richtig zu decken“, musste er mit ansehen, wie die Gastgeber von 27:27 (48.) über 32:30 (54.) bis zum 37:31-Endstand erhöhten.

In bestechender Form: Bensheims Philipp Kuch. © Pfliegensdörfer
AdUnit urban-intext1

Schon zuvor monierte der TVL-Trainer einen zerfahrenen Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben kein Mittel gegen die schnelle Mitte der HSG gefunden und in der Deckung hat uns Philipp Kuch das Leben schwergemacht.“ Kuch traf zehnmal und glänzte auch als Vorbereiter. Moritz Brandt war indes auch mit seiner Deckung nicht zufrieden: „Da haben wir nicht gut genug verschoben, Lampertheim hat uns mit Kreuzungen immer wieder auseinandergezogen“, so der Coach, der letztlich das Tempospiel als ausschlaggebend ansah. „Wir hatten nur eine kurze Phase von etwa zehn Minuten Mitte der zweiten Hälfte, als es nicht lief. Dafür lief es dann in den letzten zehn Minuten richtig gut, als wir Vollgas gegeben und uns den Sieg geholt haben.“

Dass der Erfolg der Bensheimer verdient war, daran gab es keinen Zweifel. Schließlich führte die HSG fast über die gesamte Spielzeit, legte in der ersten Hälfte nach dem 8:9 bis zur Pause immer vor und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 23:19 (35.) aus. – HSG-Tore: Kuch (10), Göbel (9/3), Kleber (6), Schader (5), Friedrich (2), Ehret, Eberle, Zimmermann, Hartmann, Kester (je 1).

TV Siedelsbrunn – Tvgg Lorsch 29:25 (17:12). Die Mannschaft, die die Punkte mehr braucht, hat sie sich geholt: Siedelsbrunn hat sich durch den Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Klosterstädter indes bleiben Dritter. „Die Niederlage ist kein Beinbruch. Wir wussten, dass es für uns sehr schwer werden würde und dann kamen auch noch die kurzfristigen Ausfälle hinzu“, musste Lorsch mit Jannick Schwöbel, Christopher Schierk und Marvin Mischler auf drei Rückraumspieler verzichten. „Im Angriff haben sich dann Pascal Kärchner und Nils Bohrer aufgerieben.“

AdUnit urban-intext2

Bereits in der Anfangsphase, als Lorsch noch mit 3:1 führte (5.), machte sich ein Schwäche bemerkbar, die sich wie ein roter Faden durch die Partie zog: Die schwache Chancenverwertung. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Tvgg zwei Konter vergeben und statt sich abzusetzen, kam Siedelsbrunn immer besser ins Spiel, führte mit 7:5 (14.) und 12:8 (20.). „Wir kamen zwar immer wieder heran, schafften aber nicht den Ausgleich“, ärgerte sich der Gäste-Coach, der zudem mit Deckungsleistung nur bedingt zufrieden war. Im zweiten Abschnitt parierte der junge Tvgg-Keeper Tim Radmacher zwar ein paar Bälle, aber seine Vorderleute blieben nachlässig. – Tvgg-Tore: Nils Bohrer (7), Kärchner (6), Knapp (3), Hartmann, Albert (je 2), Krieger (2/2), Wachtel, Horn, Rybakov (je 1). mep

SV Erbach – SG Arheilgen 24:16 (10:9). Die Erleichterung im Lager der Erbacher war groß:. „Jetzt haben wir 13 Punkte und können ein bisschen durchatmen“, sagte SVE-Abteilungsleiter Thomas Flath: „16 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Die Abwehr um Torhüter Bastian Flath hat einen richtig guten Job gemacht.“ Im Angriff lief es beim SVE nicht ganz so rund. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir einige Chancen liegengelassen. Nach der Pause haben wir das dann deutlich besser gemacht“, erklärte Flath, der seine Mannschaft Mitte der zweiten Halbzeit mit 16:11 vorne sah. Arheilgen schaffte es zwar, etwas zu verkürzen, aber der SVE geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. – SVE-Tore: Schwiersch (7), Buschendorff (6), Grebe (5), Grabisch, Rougelis, Moritz Lulay (je 2). ki/ü