Sportministerkonferenz Bei Lockerungen an den Sport denken

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dpa/red
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Frankfurt. Die Sportministerkonferenz (SMK) appelliert an die Ministerpräsidenten, den Amateur- und Breitensport bei schrittweisen Lockerungen der Corona-Einschränkungen von Beginn an mit einzubeziehen. „Die SMK hält es für erforderlich, dem Sport, beginnend mit dem Kinder- und Jugendsport, eine Perspektive aufzuzeigen“, hieß es in einer Beschlussvorlage für die Konferenz der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch.

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Die SMK bitte darum, den Sport in sämtlichen Erörterungen und Beschlussfassungen zu Lockerungen zu berücksichtigen. Das Gremium befürworte ein kontrolliertes, stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs „im Einklang mit den Zielen des Gesundheitsschutzes unter Berücksichtigung der übergeordneten Maßgaben des Infektionsschutzes“, heißt es weiter.

„Die überragende Bedeutung von Bewegung und Sport im Bereich des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation sollte genutzt und Sorge dafür getragen werden, dass Bewegung und Sport bei der dynamischen Entwicklung des Pandemiegeschehens eine adäquate Berücksichtigung finden“, steht weiter in der Vorlage. Unterstützung und Hilfen könnten dabei die durch den Deutschen Olympischen Sportbund entwickelten sportartspezifischen Hygieneregeln bieten.

„Corona-Sportampel“ für Hessen

Der Landessportbund Hessen wendet sich mit einem konkreten Vorschlag für einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb an die Landespolitik. Unter dem Begriff „Corona Sportampel Hessen“ zeigt der Dachverband des hessischen Sports auf, wie ein an das jeweilige Infektionsgeschehen angepasster Sportbetrieb aussehen könnte.

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„Die Sportvereine tragen die Einschränkungen des Alltags solidarisch mit und unterstützen zukünftig Anstrengungen zur Kontrolle der Corona-Pandemie. Wir stellen keine Forderungen bezüglich des Zeitpunkts der Lockerungen. Wir sind aber überzeugt, dass es langfristiger Planungen und mittelfristiger Perspektiven bedarf, an denen sich die rund 7600 hessischen Vereine orientieren können“, sagt Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller.

Die Corona-Sportampel des Landessportbundes sieht vier Stufen vor. Von der derzeitigen Stufe Rot (Sport nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand) könnte der Weg über Sport in Kleingruppen (Orange) und Sport in festen Gruppen bis 25 Personen (Gelb) bis hin zu einem Sportbetrieb ohne Kontakt- und Gruppenbeschränkungen führen (Grün). Müller verweist auf „die umfangreichen Hygienekonzepte, die die Vereine bereits 2020 erarbeitet, erprobt und inzwischen weiterentwickelt haben“. dpa/red