Fußball-Training - Reiner Held warnt vor übereifrigem Handeln Bei der Jugend den Ball noch flachhalten

Von 
mar/ü
Lesedauer: 

Bergstraße. Wie die einzelnen Vereine mit den von der Bundes- und Landesregierung beschlossenen Lockerungen im Amateursport umgehen, darüber hat Kreisfußballwart Reiner Held (Bürstadt) noch keine Rückmeldungen erhalten. Er sagt aber: „Wir müssen uns jetzt auch hier überhaupt keinen Stress machen.“ Schließlich müsse ein Großteil der Vereine zunächst einmal mit der Kommune in Verbindung treten.

AdUnit urban-intext1

„Die rechtlichen Vorgaben sind ja klar und für alle nachlesbar. Dazu gibt es Tipps vom Hessischen Fußball-Verband, das Training zu organisieren“, so Held. Umfangreiche Hygienekonzepte für jeden Sportplatz zu erarbeiten, dürfte aber sicher nicht wenige Vereine an gewisse Belastungsgrenzen bringen.

Natürlich findet Held gut, dass auch die Jugend wieder gegen den Ball treten darf. Besonders die jüngeren Jahrgänge sieht er aber doch eher als „risikobehaftet“ an. Das habe er den Jugendleitern in einer Videokonferenz mit auf den Weg gegeben. Held möchte wohl übereifrig es Handeln vermeiden, zumal der Sportverein nicht schneller als die Schule vorgehen solle, wie Held findet. Entsprechende Empfehlungen hat ja auch der HFV herausgegeben.

Tvgg II bei Abbruch im Nachteil

Der Kreisfußballwart begrüßt die Lockerungen und freut sich darauf, dass wieder ein Stück Normalität ins fußballerische Leben einkehren kann, warnt aber mit eindringlichen Worten: „Wir sollten den Ball, besonders bei den jungen Altersklassen, noch ein bisschen flachhalten.“.

AdUnit urban-intext2

Zur HFV-Abstimmung über den anstehenden Saisonabbruch wollte Held am vergangenen Wochenende noch keinen Kommentar abgeben, inzwischen hat er sich aber doch geäußert. Demnach kann er mit der Empfehlung, die Saison zum 30. Juni zu beenden, „gut leben. Es spiegelt die Meinung der Bergsträßer Vereine wider.“ Dass es nun noch mal rund einen Monat dauere, bis ein außerordentlicher Verbandstag tatsächlich das Ende der Saison beschließen kann, findet Held zwar auch nicht sonderlich glücklich, verweist aber auf die gesetzlichen Fristen, die eingehalten werden müssen.

Im Fußballkreis Bergstraße hat Held einen Verein ausgemacht, der von der Quotienten-Regelung negativ betroffen wäre: In der Kreisliga C würde die TSV Auerbach II auf Platz eins vorrücken, die Tvgg Lorsch II auf Rang zwei zurückfallen. mar/ü