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Sportkreis - Delegierte feiern Jubiläum unter Corona-Bedingungen / „Die Region bewegter, gesünder und sozialer gemacht“ / Satzungsänderungen verabschiedet

Auch mit 75 noch voller Tatendrang

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Bergstraße. 75 Jahre Sportkreis Bergstraße! Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Die Delegierten taten es am Mittwoch auf dem 29. Sportkreistag in der Halle des TV Fürth. Zu den Gratulanten zählten auch Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft, darunter Landrat Christian Engelhardt, der Parlamentarische Staatssekretär und langjährige Bundestagsabgeordnete Michael Meister (CDU), die CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Heitland sowie ihre Kollegin Karin Hartmann von der SPD. Der Landessportbund Hessen war durch seinen Präsident Rolf Müller vertreten.

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Der Vorsitzende des Sportkreisvorstands, Günter Bausewein, verwies bei seiner Begrüßung auf die Herausforderungen, den Sportkreistag trotz Pandemie auf die Beine zu stellen. Die Feier zum 75-jährigen Bestehen des Sportkreises sei ursprünglichganz anders geplant gewesen. Dennoch freute er sich, dass es gelungen war, eine Präsenzveranstaltung anbieten zu können. Er lobte die Verantwortlichen des TV und der DLRG Fürth, die dies durch ihren Einsatz möglich gemacht hatten.

Gestärkt aus der Krise gehen

Ganz im Zeichen des Jubiläums stand der Bergsträßer Sportkreistag in der Halle des TV Fürth. Vorsitzender Günter Bausewein (Bild rechts, links) und der Landessportbund-Präsident Rolf Müller (rechts daneben) zeichneten sich gegenseitig aus. © Kopetzky

Bausewein ließ das vergangene Jahr und die Pandemiesituation mit allen damit verbundenen Herausforderungen Revue passieren. „Seit einem Jahr hören wir nur noch von Verordnungen und Allgemeinverfügungen, Priorisierungen, Stufenplänen, Coronaregeln und Handlungsempfehlungen, von Hygienevorschriften, Hygienekonzepten, von Leitplanken und vom hessischen Eskalationsgesetz“, so der Vorsitzende.

Er gab sich dennoch davon überzeugt, dass die Sportler aus der Krise gestärkt hervorgehen werden. Er äußerte die Hoffnung, die erarbeiteten Hygienekonzepte bald „in die Schublade“ legen zu können, und dass der normale Sportbetrieb bald wieder stattfinden kann, wenn „dieses Virus zum Erliegen kommt“. „Der 75. Geburtstag ist für uns Ansporn und Auftrag zugleich, auch die nächsten Jahre im Geist der Solidargemeinschaft den Sport für die Menschen im Kreis Bergstraße zu gestalten“, sagte Bausewein.

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Christian Engelhardt hob in seinem Grußwort das verbindende Element des Sports hervor: „Im Sinne von ‚Sport verbindet Generationen und Kulturen’ dienen Sie als Vereinsvertreter dem Miteinander unterschiedlichster Gruppen rund um den Sport und Bewegung“, sagte der Landrat. Rolf Müller, der Präsident des Landessportbundes, wies ebenfalls auf die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hin: „Mit innovativen Projekten, sozialer Verantwortung und viel persönlichem Einsatz hat der Sportkreis mit seinen Vereinen entscheidend dazu beigetragen, die Region Bergstraße bewegter, gesünder und sozialer zu gestalten. Sich neuen Herausforderungen stellen und die Serviceangebote an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen – das war stets das Markenzeichen des Sportkreises.“

Viel Arbeit erforderte die Neufassung der Sportkreissatzung im Rahmen der Veranstaltung. Sie müsse um Aspekte wie „good governance“ (gute Regierungsführung) und Datenschutzrichtlinien ergänzt werden, erklärte Günter Bausewein und verwies auf den erheblichen Aufwand, der mit der Neugestaltung einherging.

Kritisch unter die Lupe genommen wurden einzelne Formulierungen durch Boris Held, dem Vorsitzenden des Turngaus Bergstraße. So forderte er, die in der neuen Fassung entfallene Förderung der Jugendhilfe wieder aufzunehmen. Es wurde außerdemkritisiert, dass es dem Sportkreis eine entsprechende Formulierung in der neuen Satzung ermöglicht, in Kompetenzen der Vereine einzugreifen – in den Übungsbetrieb und die Durchführung von Sportveranstaltungen. Dies sei allein Sache der Vereine, so Boris Held. Nach der Aussprache wurden die Formulierungen dementsprechend mit der großen Mehrheit der Delegierten angepasst und die neue Satzung konnte ebenfalls angenommen werden.

Bausewein bleibt an der Spitze

Bei den Vorstandswahlen wurden die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Ausgeschieden ist hingegen Ursula Helfrich. Einstimmig wiedergewählt wurde auch Günter Bausewein als Vorstandsvorsitzender. Eigentlich habe er aufhören wollen, aber in der Krise habe er sich entschlossen, doch noch einmal anzutreten.

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Als ein ganz wichtiges zukünftiges Arbeitsfeld des Sportkreisvorstands betrachtet der Vorsitzende die Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Das Amt ist bisher nicht besetzt. „Das ist eine ganz große Aufgabe für die Zukunft. Wer es machen möchte, soll sich melden.“ pas

Vorsitzender und Präsident ehren und werden geehrt

Beim Sportkreistag in Fürth wurden zahlreiche Vertreter des Sports für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Einige Vereine durften sich darüber hinaus über finanzielle Zuwendungen des Kreises Bergstraße freuen. Landrat Christian Engelhardt übergab an die TSV Auerbach den Bewilligungsbescheid des Kreisausschusses als Unterstützung für den Bau eines Kleinfeldfußballplatzes. Dem SV Fürth kommen 3000 Euro für den Bau einer LED-Flutlichtanlage zugute.

Finanzielle Hilfe gab es aber nicht vom Kreis, sondern auch vom Landessportbund. Dessen Präsident Rolf Müller überreichte dem TV Reisen einen Bewilligungsbescheid über die stolze Summe von 5118,50 Euro. Damit werden Maßnahmen zur Erhaltung der Leichtathletikanlage und des Lagerraums finanziert. Bedacht wurde auch der Pferdesport: Dem Reit- und Fahrverein Heppenheim wurden 1960 Euro für neue Sättel bewilligt.

Neben Finanzspritzen gab es aber auch Auszeichnungen. So übergab der Landessportpräsident an den Sportkreisvorsitzenden Günter Bausewein die Ehrennadel des Landessportbunds in Silber für seine langjährige Tätigkeit und lobte den hiesigen Sportkreis als ausgesprochen innovativ. Sein Amt als Sportkreisvorsitzender übt Bausewein seit 2009 aus. Bausewein wiederum „revanchierte“ sich bei Müller, indem er ihm für seine Verdienste um den Landesport in Hessen während seiner 24-jährigen Amtszeit die große Ehrenurkunde des Sportkreises überreichte.

Aus dem Sportkreisvorstand verabschiedet wurde Dorothee Sachinian, zuständig für das Ressort Migration und Integration. Auch sie erhielt die große Ehrenurkunde des Kreises Bergstraße. Zwölf Jahre hatte sie Flüchtlinge beim Erlernen des Schwimmens und des Fahrradfahrens unterstützt.

Mit Werner Klug erhielt ein weiteres Vorstandsmitglied für seine 19-jährige Tätigkeit als Ressortleiter für den Bereich Umwelt/Naturschutz die Ehrenmitgliedschaft im Sportkreis Bergstraße. Der Ausgezeichnete versprach sichtlich gerührt, sich auch weiterhin für den Sport einzusetzen.

Mit der großen Ehrenurkunde des Sportkreises ausgezeichnet wurde auch Walter Müller für seine zahlreichen Erfolge als Sportschütze an der Armbrust und mit dem Zimmerstutzen. Günter Bausewein lobte Müllers vielfältiges Engagement für den Schützensport als Mitglied des Schützenvereins Heppenheim, des SV Hubertus Trösel und der PSG Zwingenberg. Seit den 1960er-Jahren habe Walter Müller eine „schier unendliche“ Zahl an Auszeichnungen für seine Tätigkeit bei deutschen Meisterschaften erhalten. 2019 erhielt er die Ehrennadel des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes für die aktive Teilnahme am Sportschießen. pas

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