Handball - Flames sind heute ganz auf Heimsieg eingestellt Ahlgrimm verspricht tolles Spiel

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hs/eh
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Bensheim. Die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach können stolz auf ihre Zwischenbilanz sein, denn nach gut einem Drittel der Saison ist die Ausbeute mit 8:10 Punkten erfreulich. Doch im Flames-Lager ist man sich durchaus bewusst, dass eine dritte Niederlage in Folge am heutigen Samstag (17.30 Uhr, Weststadthalle) gegen die Neckarsulmer Sportunion (6:12 Zähler) den bislang guten Eindruck endlich wegwischen würde.

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Doch an dieses Szenario wollen Trainerin Heike Ahlgrimm und ihre Mannschaft nicht denken, denn gerade in den Spielen gegen Gegner auf Augenhöhe wussten sie bislang zu überzeugen – und dies soll nun auch gegen Neckarsulm fortgesetzt werden. Aufgrund dieser Statistik reisen die Gäste aus der Nähe von Heilbronn auch mit Respekt an die Bergstraße an, sehen sich aber nach den Worten von Trainer Pascal Morgant keineswegs chancenlos, „wenn wir von Beginn an voll da sind und den Kampf gegen eine aggressive Mannschaft wieder annehmen. Das haben wir zuletzt trotz einer durchwachsenen Leistung gegen Ketsch gemacht und zwei wichtige Punkte gewonnen. Diesen Schwung sollten wir unbedingt mitnehmen.“ Gegen die Kurpfalz Bären gab es nach 16:17-Pausenrückstand einen 30:28-Sieg.

„Keine Probleme“ bei Maidhof

Die Flames denken nur ungern an ihr letztes Heimspiel zurück, dass mit der letzte Gästeaktion per Freiwurf mit 23:24 gegen Oldenburg verloren ging. Es folgte bei der erwartungsgemäßen Niederlage beim Thüringer HC (22:29) eine starke Leistung in der zweiten Hälfte, an die nun gegen die NSU angeknüpft und doppelt gepunktet werden soll.

Die Knöchelverletzung von Linkshänderin Julia Maidhof ist weitgehend abgeklungen. Die Nummer eins der Liga-Torschützenliste war zunächst im Training und anschließend im Match gegen Oldenburg jeweils mit dem linken Fuß umgeknickt. „Das ist kein Problem und behindert Julia nicht“, gab Ahlgrimm vor dem gestrigen Abschlusstraining Entwarnung. Wieder zum HSG-Kader zählt Romana Gerisch, die zuletzt gegen Oldenburg und den THC aus privaten Gründen nicht zur Verfügung gestanden hatte.

In der Zuschauertabelle vorn

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Heike Ahlgrimm weiß um die Schwere der anstehenden Aufgabe, „da sich Neckarsulm zuletzt immer mehr gefunden und gesteigert hat“, aber sie strahlt Zuversicht aus: „Wir werden mit den Fans im Rücken ein tolles Spiel machen und zwei Punkte holen.“ Apropos Fans: In der Zuschauer-Statistik der Bundesliga liegen die Flames mit 5130 Besuchern (Schnitt: 1282) in den bisherigen vier Heimpartien an der Spitze; knapp vor TuS Metzingen (5030/1257).

Metzingen und Bietigheim sowie der kommende Gegner aus Neckarsulm und der letzte Gastgeber für die Flames, der Thüringer HC, zählen für Thomas Mauer zu den wenigen Clubs in der Liga, die mit den Gästefans „unfair“ umgehen. So zeigte sich der ehemalige Hallensprecher empört darüber, dass die Flames-Anhänger beim THC gar nicht richtig eingewiesen „und vor allem die Trommler in die letzte Ecke der Halle gedrängt wurden“. Von der einst gepriesen Fanfreundschaft zwischen den beiden Clubs sei gar nichts mehr zu spüren gewesen, obwohl zum Beispiel der von Mauer gelenkte Kleinbus frühzeitig angereist war.

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Es sei schade, wie in den Hallen weniger Vereine „mit den Gästefans umgegangen wird. Da haben diese in unserer großen Weststadthalle ja beste Verhältnisse“, so Mauer: „Manchmal sitzen die Anhänger gar nicht zusammen in einem Block, wie zuletzt in Erfurt. Da wusste die Mannschaft gar nicht, wo sie sich vor den Fans für eine wirklich starke Leistung in der zweiten Halbzeit feiern lassen kann.“ hs/eh