Handball - Nächste Saison soll am 30. Oktober beginnen – mit einigen Änderungen

Termin für den Neustart auf Hessenebene steht

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Bald fliegen die Bälle wieder fest: Zumindest auf Verbandsebene steht fest, wann die Handball-Saison in Südhessen fortgesetzt wird – Ende Oktober. © Nix

Lampertheim/Groß-Rohrheim. Nun ist es amtlich: Die nächste Handballsaison auf Hessenebene soll am Wochenende 30./31. Oktober beginnen. Das beschloss das Präsidium des Hessischen Handball-Verband (HHV) auf seiner jüngsten Sitzung. Damit folgte das Präsidium dem Vorschlag des Arbeitskreises Spieltechnik. Schon vor zwei Wochen hatte HHV-Präsident Gunter Eckart die nun fixierte Vorgehensweise gegenüber dieser Redaktion als die wahrscheinlichste genannt. „Wir wollen allen Mannschaften die Möglichkeit bieten, sich ordentlich auf die Saison vorzubereiten. Schließlich war die Corona-Pause sehr lang“, sagte Eckart.

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Neben dem Starttermin wurde auch beschlossen, dass die Ober- und Landesligen in jeweils zwei Staffeln aufgeteilt werden. So wird auch die Landesliga Süd, in der unter anderem die Handballerinnen des TuS Zwingenberg am Ball ist, noch einmal nach regionalen Gesichtspunkten geteilt. In den jeweiligen Gruppen werden eine Hin- und Rückrunde gespielt. Im Anschluss werden die am besten platzierten Mannschaften in einer Play-off-Gruppe, die am schlechtesten platzierten Mannschaften in einer Play-down-Gruppe zusammengefasst. Dabei werden die gegeneinander erzielten Ergebnisse mitgenommen, so dass sich die Zahl der Spiele reduziert.

„Wichtig war uns, dass wir einen Modus bekommen, in dem wir auch auf kurzfristige Infektionsausbrüche und daraus resultierenden Spielverlegungen reagieren können“, erklärt Eckart und schiebt nach: „Die jetzigen Regeln gelten nur für die nächste Saison.“ Darüber hinaus behält sich der Verband vor, bei Einschränkungen wegen der Corona-Inzidenzen die Verfahrensweise noch zu ändern. „Aber das hoffen wir natürlich nicht“, so Eckart, der erklärt, dass im Vorfeld sehr viele Gespräche mit den Vereinsvertretern geführt wurden: „Dabei gab es eine sehr hohe Zustimmung.“

Für den Trainer der Groß-Rohrheimer Landesliga-Handballer, Tim Borger, ist die nun gefundene Lösung ebenfalls sehr gut: „Gerade angesichts der sehr langen Pause ist das schon sinnvoll. Wir müssen dosiert wieder mit dem Training beginnen und da ist es gut, wenn man die nötige Zeit hat“, wird Borger mit seiner Mannschaft, die seit kurzem in zwei Gruppen mit sechs bis acht Akteuren wieder trainiert, vorerst auch noch nicht allzu viel mit dem Ball arbeiten. „Jetzt geht es um die Grundlagen. Wenn wir jetzt gleich wieder aufs Tor werfen, haben wir ganz schnell die ersten Schulterverletzungen. Aus dem gleichen Grund brauchen wir in der aktuellen Phase auch noch nicht den Vollkontakt im Training“, erläutert der Coach.

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Kürzere Fahrtzeiten

Ohnehin ist für Borger das Wichtigste, dass jetzt wieder eine Perspektive vorhanden ist und man sich im Training wieder sehen kann: „Das hat Beides arg gefehlt. Jetzt wissen wir wieder, auf welchen Termin wir hintrainieren können und das frühzeitig“, lobt er die Entscheidung des Verbands zur Terminierung und auch mit den zwei Staffeln kann er sich sehr gut anfreunden: „Das ist mal etwas anderes und sorgt gerade zum Ende hin für Spannung“, ist er überzeugt. Gleichzeitig sieht er die höhere Flexibilität, durch die man auch mal Partien verlegen kann, ohne gleich in Terminschwierigkeiten zu geraten. Dass die Fahrtzeiten kürzer werden, ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt, in der Landesliga aber sicherlich kein entscheidender Faktor.

Für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach II bedeutet die Zweiteilung der Oberliga in eine Nord und eine Südstaffel indes eine deutliche Erleichterung, die Fahrten werden in der ersten Saisonphase nicht mehr bis nach Kassel gehen, sondern maximal in den Gießener Raum. Und auch die Jugendmannschaften der Bensheimerinnen haben weniger Fahrtaufwand. In den Jugendklassen von der A- bis zur C-Jugend beginnt der Spielbetrieb auf Hessenebene mit einer Hessenliga, die aus 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen nach regionalen Gesichtspunkten beginnt. In diesen Gruppen wir eine Runde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die beiden bestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe bilden danach zwei Oberligagruppen, die restlichen Mannschaften spielen in als zwei Landesligagruppen weiter.

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Für die Jugendligen auf Hessenebene haben die Teams, die zuletzt in der Oberliga spielten, ein automatisches Startrecht – damit auch die weiblichen Jugend-Mannschaften der HSG Bensheim/Auerbach –, die restlichen Mannschaften sollen in Qualifikationsspielen auf Bezirksebene ermittelt werden. Damit spielt der HHV den Ball weiter an die Bezirke, die nun zeitnah die für ihre Bereiche geltenden Vorgaben erstellen wollen.

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„Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe dieser Woche Entscheidungen treffen und diese dann auch zeitnah an die Vereine kommunizieren werden“, erklärt der Vorsitzende des Handballbezirks Darmstadt, der Lampertheimer Klaus Bernshausen. Dabei kann sich Bernshausen gut vorstellen, dass der Saisonstart ab der Bezirksoberliga abwärts auch Ende Oktober sein wird. „Ob wir allerdings eine regionale Aufteilung benötigen, muss man noch diskutieren. Ob man jetzt von Lampertheim nach Langen fährt ist doch noch einmal etwas anderes, wie von Bensheim nach Kassel“, so der Vorsitzende.

Wichtig bei der Entscheidungsfindung wird die Zahl der gemeldeten Mannschaften sein. „Noch liegen mir die finalen Zahlen nicht vor. Aber gerade in den unteren Klassen muss man schon überlegen, ob eine Teilung überhaupt Sinn macht“, meint Bernshausen. Das Wichtigste ist für den Funktionär aber ohnehin, dass es endlich wieder losgeht und damit ist er sich mit den Vereinsvertretern, einig. me