Fußball - Neuer Darmstadt-Trainer hat ambitionierte Ziele

Lieberknecht will die Großen ärgern

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dpa
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Darmstadt. Torsten Lieberknecht formulierte zum Amtsantritt beim SV Darmstadt 98 forsche Ziele. „Wir wollen uns nicht kleiner machen, als wir sind und ambitioniert bleiben. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre sicherlich eine gute Sache“, sagte der neue Trainer des hessischen Fußball-Zweitligisten am Donnerstag bei seiner offiziellen Vorstellung.

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Trotz namhafter Abgänge will Lieberknecht mit den Lilien an die vergangenen beiden Spielzeiten mit den Plätzen sieben (2021) und fünf (2020) anknüpfen. Dass mit Torschützenkönig Serdar Dursun, Verteidiger Immanuel Höhn und Mittelfeldspieler Victor Pálsson einige Leistungsträger den Verein verlassen haben, schreckt den 47-Jährigen nicht. „Wir haben unsere Achse verloren und wissen, dass wir diese Positionen neu besetzen wollen“, sagte Lieberknecht. Die Vergangenheit habe gezeigt, „dass die Lilien es immer geschafft haben, solche Abgänge zu kompensieren“

Torsten Lieberknecht will bei den Lilien seiner Linie treu bleiben. © dpa

Die Konkurrenz ist jedoch stark. Wohl selten war eine Zweite Liga mit so vielen prominenten Vereinen besetzt wie in der kommenden Spielzeit. „Diese Liga ist eine Herausforderung. Umso schöner ist es dann auch, die ganz Großen mal hinter sich zu lassen“, gab sich Lieberknecht kämpferisch.

Längere Zusammenarbeit geplant

Während sein Vorgänger Markus Anfang nur eine Saison am Böllenfalltor war und vor kurzem aus seinem laufenden Vertrag ausstieg, um zu Bundesliga-Absteiger Werder Bremen zu wechseln, versprach Lieberknecht einen längerfristigen Verbleib bei den Südhessen – wenn es nach ihm geht: „Ich sehe den SV Darmstadt nicht als Sprungbrett als Trainer, sondern für mich ist wichtig, so lange wie möglich bei einem Verein erfolgreich zu sein.“ Sein Anspruch sei es, Verträge zu erfüllen.

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Die Verpflichtung von Lieberknecht hatten die Südhessen bereits am vergangenen Dienstag bekanntgegeben. Er unterschrieb am Böllenfalltor einen Kontrakt bis Juni 2023. Zuvor war der frühere Profi bei Eintracht Braunschweig und dem MSV Duisburg tätig. „Torsten steht für Kontinuität. Das ist das, was wir uns von ihm erhoffen. Er bringt Leidenschaft mit und verkörpert unsere Werte“, sagte Darmstadts Sportlicher Leiter Carsten Wehlmann. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren erfolgreich zusammenarbeiten können.“

Seine Aufgabe in Darmstadt geht Lieberknecht mit großem Enthusiasmus an. „Ich brenne darauf, hier an der Seitenlinie zu stehen. Ich freue mich darauf, meine Mannschaft kennenzulernen“, sagte der 47-Jährige. Seinem Stil will der neue Trainer dabei treu bleiben. „Ich bin jemand, der für seine Mannschaft durchs Feuer geht und seine Spieler unterstützt. Dementsprechend werde ich meine Art an der Seitenlinie nicht verändern“, betonte Lieberknecht. dpa

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