Fußball - Sportdirektor ärgert sich über Chaos beim VfB Herber Verlust droht

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dpa
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Stuttgart. Am liebsten würde sich Sven Mislintat (Bild) nur auf Fußball konzentrieren. Sportlich läuft es ja auch wie vom Sportdirektor des VfB Stuttgart gewünscht. Nach dem 1:0-Sieg beim 1. FC Köln befinden sich die Schwaben auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Doch im Hintergrund herrscht seit Monaten Chaos. Der Machtkampf beim Fußball-Bundesligisten nervt den 48-Jährigen, und das immer wiederkehrende Theater beim VfB könnte noch eine entscheidende Rolle spielen.

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„Wir haben zu wenig über Fußball gesprochen in letzter Zeit, und darauf müssen wir uns fokussieren. Und dann ist es auch ganz einfach für mich, hier sehr lange zu bleiben“, sagte er am Sonntag. Was im Umkehrschluss bedeutet: Sollte es auch in Zukunft unruhig bleiben, könnte er die Schwaben trotz seines bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrags vorzeitig verlassen. Passend dazu hatten die „Ruhr Nachrichten“ von einem Interesse Borussia Dortmunds berichtet. Demnach prüft der BVB eine Rückkehr Mislintats für den Sommer 2022, wenn Michael Zorc nach vielen Jahren als Manager aufhört.

Überraschend sind solche Gerüchte nicht. Mislintat hat nie ein Geheimnis aus der Verbundenheit zu seinem Ex-Club gemacht. Von 2006 bis 2016 arbeitete er als Kader-planer bei den Westfalen und baute in dieser Zeit Jürgen Klopp die Mannschaft zusammen, mit der der heutige Coach des FC Liverpool zwei Meisterschaften und den DFB-Pokal gewann. Bisher habe es keine Gespräche gegeben.

Stattdessen haben sich Spieler und Mitarbeiter der Schwaben zu einem weiteren Einbußen bereiterklärt. „Der Gehaltsverzicht gilt rückwirkend ab Januar. Die Jungs helfen uns für volle sechs Monate“, sagte Mislintat am Sonntag. „Alle Spieler haben geholfen – genauso wie alle Mitarbeiter.“ Die Gespräche hätten nicht lange gedauert. dpa