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Wegzeichen - Gedanken über das biblische Weinwunder

Ohne Umschweife reden, keine Ausflüchte nutzen

Von 
Markus Bissinger
Lesedauer: 

Die Wahrheit zu sagen, das fällt schwer. Sie könnte falsch ankommen, unangenehme Reaktionen könnten entstehen und Beziehungen sogar völlig in die Brüche gehen. So wird gerne getäuscht, verschwiegen, nur die halbe Wahrheit gesagt oder drum herumgeredet.

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Manche verwässern mit ihren Aussagen die Botschaften, andere lassen trotz vieler Worte einfach nicht durchblicken. Dabei haben doch alle das Bedürfnis, dass ihnen nur „reiner Wein“ eingeschenkt wird. Wer das allerdings beherzigt, der spricht ganz ohne Umschweife und nutzt keine Ausflüchte. Selbst Unangenehmes wird offen gesagt, Fehler werden eingestanden. Das Verhalten gilt als ehrlich.

Reinen Wein einschenken und keine Botschaften verwässern: Die Bibel ruft zu klaren Worten auf, die den Menschen zur Freude werden. © Bissinger

Guter Wein galt schon in der Antike als teures und knappes Gut. Zu gerne wurde daher Wein mit Wasser verdünnt. Im Mittelalter mischten Wirte unter anderem essigsaure Tonerde zum Wein, um den verwässerten Wein wieder zu verbessern.

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Derjenige nun, der reinen Wein einschenkte und seine Gäste nicht betrog, der galt als ehrlich. So entstand die entsprechende Redewendung „reinen Wein einschenken“.

Klare Worte und klarer Wein sind nicht selbstverständlich. Die alten Methoden des Kelterns führten selten zu einem ungetrübten Getränk. Schon der Apostel Paulus spricht von „durchsichtiger Rede“, wenn sie auf umfassende Wahrheit gründet. In der biblischen Geschichte von der Hochzeit in Kanaa wird Wasser zu erlesenem Wein.

Wäre der Wein durch „Verwässerung“ ausgegangen, dann hätte das sicher die ganze Festfreude getrübt. Jesus erweist mit seinem ersten Wunder seine Vollmacht und offenbart die Herrschaft und Herrlichkeit Gottes.

Freier Autor Rubrik "Wegzeichen" in der Wochenendbeilage. Berichte zu den Themen Soziales, Gesellschaft und Kirche.

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