Teresa von Avila

Von 
Markus Bissinger
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Sie gilt als Lehrerin des geistlichen Lebens und wurde als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben: Teresa von Avila.

Teresa von Avila: Mystische Visionen und eine Reform gegen heftigen Widerstand prägten ihr Leben. Heute gilt die Spanierin als erste Kirchenlehrerin. © Bissinger
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Am 28. März 1515 wurde sie in eine große adelige, spanische Familie geboren. Als 21-Jährige trat sie in das Karmelitinnenkloster in ihrem Heimatort Avila ein, stellte aber bald fest, dass die völlige Hingabe zu Gott gar nicht so leicht war.

Sie gab aber nicht auf und bewies Durchsetzungskraft. Nach Krankheiten und einem körperlichen Zusammenbruch folgten viele mystische Visionen. Das stieß auf Skepsis der Kirchenoberen, die sie aufforderten, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten.

Es entstanden geistliche Schriften, die über das Christentum hinaus ihre Anhänger gefunden haben. Teresa von Avila verpflichtete sich, das immer Vollkommenere zu suchen und pflegte das „innere Beten“.

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Gegen den heftigen Widerstand ihrer Ordensschwestern trieb sie eine Reform des Karmeliterordens voran. 1562 gründete sie das erste Reformkloster der „Unbeschuhten Karmelitinnen“. Mehr als 30 dieser Gemeinschaften folgten. Teresa von Avila starb im Oktober 1582. Ihr Gedenktag ist der 15. des Monats.

Ihre Gebeine wurden in die Klosterkirche von Alba de Tormes überführt. Der Ort wurde zu einem vielbesuchten spanischen Wallfahrtsort.

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1588 wurden die Schriften Teresas offiziell herausgegeben. 1614 wurde Teresa selig- und im Jahr 1622 heiliggesprochen und dann bald zur Mitpatronin Spaniens ernannt.

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Im letzten Jahrhundert gewann die Heilige und Mystikerin wieder an Aktualität. 1970 erklärte Papst Paul VI. sie zur ersten Kirchenlehrerin.

Freier Autor Rubrik "Wegzeichen" in der Wochenendbeilage. Berichte zu den Themen Soziales, Gesellschaft und Kirche.