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Das geistliche Wort - Gedanken in Erinnerung an „Forrest Gump“

„Hast du Jesus schon gefunden?“

Von 
Katharina Ruhwedel
Lesedauer: 

Neulich habe ich mir mal wieder „Forrest Gump“ angeschaut. In einer Szene in der Mitte des Films besucht Forrest den im Rollstuhl sitzenden Leutenant Dan, der im Krieg beide Beine verlor. Leutenant Dan hadert mit sich und der Welt, besonders mit Gott. Er ist endlos genervt von den Predigern, die erzählen, dass Gott alles sehe und ihm andauernd Glück an Jesu Seite verheißen. In Dans Ohren klingt es wie Hohn. Eines Abends fragt er Forrest halbherzig: „Und, hast du Jesus schon gefunden, Gump?“ Forrest stutzt – und antwortet: „Ich hab’ nicht gewusst, dass ich ihn suchen sollte, Sir.“

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Glauben bedeutet, ein Leben lang auf der Suche nach Gott zu sein. Mindestens genauso oft, wie ich schon geglaubt habe, Gott gefunden zu haben, habe ich die Verbindung zu ihm auch wieder verloren. Ein fester Glaube steht und fällt bei mir wie das Wetter. Wenn in meinem Leben alles sonnig war, war es leicht, Gott dafür zu danken und mich von ihm begleitet zu fühlen. Doch sobald Sturmwolken über meinem Leben aufzogen, wurde meine Glaubens-Sonne verdeckt und die Verbindung zu Gott brach ab. Dann musste ich erneut auf die Suche nach Gott gehen, um meinen Glauben nicht zu verlieren.

Nicht immer eitel Sonnenschein

Katharina Ruhwedel. © Privat

In der Bibel wird überliefert, dass Paulus predigt: „Gott wollte, dass die Menschen nach ihm suchen – ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können. Denn keinem von uns ist er fern“ (Apostelgeschichte 17, 27). Gott zu spüren ist leicht in der Freude. Jedes Kind weiß aber, dass das Leben eben nicht immer schön ist. Wir gehen mehrmals in unserem Leben durch tiefste Täler, sehen nichts als Dunkelheit und Verzweiflung. Gott scheint unfassbar weit weg. Doch gerade hier will Gott keinem von uns fern sein. Das, was die Prediger Leutenant Dan versucht haben zu vermitteln, stimmt. Gott ist immer da, aber das bedeutet nicht, dass immer alles eitel Sonnenschein sein muss. Im Gegenteil, durch Jesus hat Gott selbst Todesqualen erlitten, war voller Angst. Er kennt das.

Gott will, dass wir nach ihm suchen. Gerade in Leid und Trauer ist der Ort, an dem wir unseren Glauben neu spüren können, in dem Bewusstsein, dass Jesus weiß, wie sich Leid anfühlt. Selbst wenn meine Verbindung zu Gott völlig abgerissen zu sein scheint, ist er da und hält meinen Schmerz mit mir aus.

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„Hast du Jesus schon gefunden, Gump?“ – „Ich hab’ überhaupt nicht gewusst, dass ich ihn suchen sollte, Sir.“

Vielleicht lohnt es sich für dich, liebe Leserin, lieber Leser, ihn immer wieder zu suchen. Denn er hat dich bereits gefunden.

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