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Das geistliche Wort - Gedanken über Jeremia, Kapitel 17, Vers 14

Gottes Güte macht gesund

Von 
Nicole Metzger
Lesedauer: 

„Heile, heile Segen, morgen gibt es Regen, übermorgen Sonnenschein, bald wird alles vergessen sein.“ Vielleicht kennt dieses Verslein der eine oder die andere von Ihnen auch? Meine Oma sang es immer für mich, wenn ich mir mal wieder beim Spielen die Knie blutig aufgeschlagen hatte. Schon bald nach dem Singen und Kuscheln mit der Oma war dann der Schmerz vergessen.

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Daran musste ich denken, als ich den Wochenspruch aus der Bibel für die kommende Woche las: „Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen“ (Jeremia, Kapitel 17, Vers 14).

Nicole Metzger. © Privat

Als Erwachsener holt einen dann das Leben sehr schnell ein. Verslein und Bibelvers kommen einem fast schon etwas zynisch vor angesichts der Schicksalsschläge und Ungerechtigkeiten, die es beinahe täglich weltweit, aber auch aus unserem direkteren Umfeld, zu vermelden gibt. Der Jeremia hat gut reden: „Hilf du mir, so ist mir geholfen!“ Wenn das doch so einfach wäre!

Erstaunlich ist, dass diese Worte aus Jeremias Mund kommen. Gerade er ist neben Hiob die Klagegestalt in der Bibel schlechthin. Und dazu hatte er guten Grund: In seinem gesamten Prophetendasein erfuhr er durchgängig Ablehnung. Durch Anfeindungen geriet er mehrfach in Lebensgefahr, weil er im Auftrag Gottes das Unrecht der Menschen in Juda benennen musste. Schon das allererste Wort, das Jeremia im Bibeltext spricht, ist ein „Ach!“ Und dieser klagende Grundton zieht sich durch das gesamte Buch. Wie oft erreicht Jeremias Leben die Grenze menschlicher Belastbarkeit. Wie schön wäre wenigstens kurz ein „heiles Leben“.

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Der richtige Ort für den Kummer

Manchmal haben auch wir das Gefühl, dass das Leben uns zu viel zumutet, wir durch Trauer, Angst und Sorgen den Boden unter den Füßen verlieren. Gott antwortet Jeremia immer wieder auf seine Klage mit: Ich bin bei dir! Er lässt Jeremia wissen, dass sein Kummer bei ihm am richtigen Platz ist. Das Leben ist nicht nur ein Glücklichsein. Oft scheint es einem vielleicht sogar ungerecht, doch Gott ist auch uns ganz nah. Wir können mit ihm sprechen, ihm unser Leid klagen.

Dieses Wissen um Gottes Nähe, sein Verständnis und seine unendliche Liebe zu uns gibt uns immer wieder neue Hoffnung. Das ist ein großartiges Geschenk. So war es auch die spürbare Nähe meiner Oma, die mich beim Singen vermutlich wirklich getröstet hat. Weil wir von Gottes großer Güte wissen und seine Nähe spüren, können wir immer wieder von neuem in den Kanon einstimmen: „Du verwandelst meine Trauer in Freude. Du verwandelst meine Ängste in Mut. Du verwandelst meine Sorgen in Zuversicht. Guter Gott! Du verwandelst mich.“

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