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Zahl der Obdachlosen in Hessens Großstädten steigt

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dpa/lhe
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Hessen. In Hessens Großstädten hat die Zahl der obdachlosen Menschen in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. In Kassel etwa sind der Stadt zufolge aktuell 831 Obdachlose in Notunterkünften untergebracht. In 2010 waren es noch 405. „Unter anderem sind es häufig finanzielle Problemlagen und damit einhergehende Mietrückstände, die zum Verlust der Wohnung führen, Trennungssituationen, psychosoziale Problemlagen oder psychische Erkrankungen oder auch Entlassungen aus Haft oder anderen Einrichtungen", erläuterte Pressesprecher Michael Schwab. Aufgrund der Lage am Wohnungsmarkt sei es für diese Personengruppen schwierig, selbst eine Wohnung anzumieten.

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Auch Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach verzeichnen einen Anstieg an Obdachlosen. Eine Ausnahme bei dieser Entwicklung bildet Darmstadt. Dort weist die Statistik laut Pressesprecher Daniel Klose in den vergangenen zehn Jahren relativ konstante Zahlen aus.

Erschwert wird die Situation der Betroffenen durch die Corona-Pandemie. So ist ihnen nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums der Besuch von Tagesaufenthalten nicht mehr oder sehr reduziert möglich. Die Essensversorgung beispielsweise durch die Tafeln sei massiv eingeschränkt. Hygiene- und Abstandsregeln hätten auf der Straße nicht eingehalten werden können. Das Ministerium hat daher unter anderem zusätzliche 500 000 Euro für Einrichtungen der Obdachlosenhilfe bereitgestellt. Die Fördermittel werden seit dem 1. Juli 2021 und bis zum 31. März 2022 für Kosten gewährt, die für Unterbringung, Betreuung und Versorgung von obdachlosen Menschen anfallen.

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