Zahl der Asylsuchenenden im Corona-Jahr 2020 rückläufig

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dpa/lhe
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Wiesbaden. Im Coronajahr 2020 sind erneut weniger Asylsuchende nach Hessen gekommen als im Vorjahr. Insgesamt seien 6653 Menschen über das Quotensystem des Bundes verteilt und registriert worden, teilte das Hessische Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Davon seien 1054 Asylsuchende über die Erstaufnahme in Hessen in andere Bundesländer weitergeleitet worden. Im Vorjahr waren insgesamt 9177 Asylsuchende in Hessen registriert worden.

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Als Ursache für den Rückgang sieht das Ministerium die Auswirkungen der Corona-Pandemie. "Im vergangenen Jahr zeigte sich der Zugang an Asylsuchenden insbesondere in den Monaten März, April, Mai und Juni deutlich niedriger als in den übrigen Monaten." Es sei davon auszugehen, dass der europaweite Lockdown in diesen Monaten Auswirkungen auf das Migrationsgeschehen gehabt habe.

Die meisten Asylsuchenden kamen aus Afghanistan (21,3 Prozent). Dahinter folgten Syrien (18,7 Prozent) und die Türkei (11,2 Prozent), dann der Irak (7 Prozent) und Somalia (6,3 Prozent). 2018 waren 10 500 Flüchtlinge in Hessen aufgenommen worden. Die Zahlen sinken seit der Flüchtlingskrise. Den Höchststand markierte damals der 28. Oktober 2015, als 1370 Asylsuchenden an einem einzigen Tag kamen.

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