Verkehr Wintereinbruch hat Streusalz-Verbrauch in Hessen verdoppelt

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Wiesbaden. Zehntausende Tonnen Streusalz sind nach dem starken Wintereinbruch in den vergangenen Wochen auf Hessens Straßen verteilt worden. Insgesamt verbrauchte der Winterdienst in dieser Saison damit bislang mehr als 97.500 Tonnen, wie die Verkehrsbehörde Hessen Mobil auf Anfrage mitteilte. Noch etwa Mitte Januar - nach dem Wintereinbruch um den Jahreswechsel - war es mit 46.000 Tonnen nicht einmal die Hälfte gewesen.
Zum Vergleich: Im vergangenen Winter sei es bei einer "vergleichsweise geringen" Menge geblieben, hieß es von Hessen Mobil. Nur etwa 50.000 Tonnen Streusalz wurden im gesamten Winter 2019/20 auf den Straßen verteilt. Zehn Jahre zuvor hingegen waren es mit rund 210.000 Tonnen mehr als doppelt so viel wie bisher in diesem Winter.
Gestreut wird laut Hessen Mobil mit einem sogenannten "Feuchtsalz", das zu 70 Prozent aus Salz und 30 Prozent aus Salzlösung besteht. Das Salz verteile sich sehr gut und hafte gleichmäßig, hieß es. Außerdem sei nur eine geringe Menge notwendig: "Ein Teelöffel pro Quadratmeter genügt in der Regel", teilte Hessen Mobil mit. Dabei spare der Winterdienst Salz, in dem nicht erst gestreut werde, wenn es schon glatt sei, sondern bereits davor. Zudem werde eine "computergesteuerte Streutechnik" eingesetzt.
Die Vorräte indes hatten den Angaben von Hessen Mobil zufolge in diesem Winter fast überall nicht gereicht. So musste in den meisten Gebieten demnach sowohl Salz als auch Salzlösung aus den laufenden Lieferverträgen nachgeordert werden. Wie viel Salz nun noch auf den Straßen verteilt werden muss, bis sich der Frühling durchsetzt, ist laut Hessen Mobil noch nicht absehbar. "Prognosen zum Salzverbrauch sind schwierig, da wir in Hessen vor ein paar Jahren sogar noch Anfang Mai Schneefälle hatten."

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