Polizeibericht - 17-Jähriger vorläufig festgenommen Wieder ein sexueller Übergriff im Erlebnisbad

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pro/ü
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Weinheim. Die Polizei hat am Samstagabend im Erlebnisbad Miramar einen 17-Jährigen wegen eines mutmaßlichen Sexualdeliktes vorläufig festgenommen.

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Dazu teilt die Pressestelle der Polizei mit: „Der Mann soll nach derzeitigem Erkenntnisstand gegen 18 Uhr auf der Wasserrutsche des Bades einem zwölfjährigen Mädchen in den Schritt gefasst und sie im Intimbereich berührt haben.

Nachdem sich die Zwölfjährige ihrer Mutter anvertraut hatte und die Badeaufsicht hinzugezogen worden war, wurde der 17-jährige Tatverdächtige bis zum Eintreffen der verständigten Polizeibeamten festgehalten.“

Junger Mann aus Afghanistan

Der junge Mann, der nach Polizeiangaben aus Afghanistan stammt, wurde nach Feststellung seiner Identität und Durchführung der weiteren polizeilichen Maßnahmen in die Obhut eines Betreuers entlassen. „Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim dauern an“, heißt es zu dem Vorfall abschließend in der Pressemitteilung der zuständigen Polizeibeamten.

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Auch das Miramar meldete sich zu dem Vorfall mit einer Pressemitteilung zu Wort. Demnach gehörte der mutmaßliche Täter zu einer Gruppe von insgesamt vier unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Diese seien vom Personal des Bades bis zum Eintreffen der umgehend verständigten Polizei festgehalten worden.

Stellungnahme des Miramar

Die Gruppe sei aus Wiesbaden gekommen, wo die jungen Männer in einer kirchlichen Jugendhilfeeinrichtung leben würden. Ein Betreuer sei während der mutmaßlichen Tat nicht zugegen gewesen, so das Miramar in der Stellungnahme.

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„Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass die Aufsichtspflicht für diese Jugendlichen verletzt worden ist“, wird darin Miramar-Geschäftsführer Marcus Steinhart zitiert: „Wie immer gilt: Null Toleranz!“ Deshalb sei gegen alle vier Mitglieder der Gruppe ein unbegrenztes Hausverbot ausgesprochen worden.

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Im Jahr 2017 wurden 18 mutmaßliche Sexual-Straftaten im Miramar verzeichnet; bis März 2018 wurden sechs weitere Fälle zur Anzeige gebracht.

Hausordnung überarbeitet

Die Geschäftsleitung des Miramar hatte daraufhin im April die Haus- und Bäderordnung überarbeitet und zusätzlich zum Bäderpersonal einen Sicherheitsdienst beauftragt, der ausschließlich mit Kontrollgängen beschäftigt ist.

In der Folge seien Straftaten mit sexuellem Hintergrund deutlich zurückgegangen, teilte das Miramar in der Stellungnahme mit. So habe es in den vergangenen sieben Monaten fünf Vorfälle gegeben.

„Jeder Vorfall ist einer zu viel und unsere Botschaft ist: Wir führen jeden Tatverdächtigen den Ermittlungsbehörden zu“, ließ Marcus Steinhart mitteilen und fügte hinzu: „Wir tun alles zum Wohl und für die Sicherheit unserer Gäste – 100-prozentigen Schutz können aber weder die Polizei im öffentlichen Raum noch wir bieten.“ pro/ü