Abstimmung - Der Naturschutzbund Deutschland ruft zur Wahl des „Vogel des Jahres 2021“ auf – wir geben Entscheidungshilfe Wer ist Ihr „Vogel des Jahres“?

Von 
Fabian Busch
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Bergstraße. Dieses Mal ist das Volk gefragt. Jedes Jahr bestimmt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) einen Vogel des Jahres – und macht damit auf eine besonders interessante oder gefährdete Art aufmerksam. 2021 können statt einer Fachjury Vogelfreunde im Internet online abstimmen.

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Insgesamt zehn Kandidaten wurden zuvor ebenfalls demokratisch nominiert. Wir erklären, was sie titeltauglich macht.

Stadttaube

Was sie auszeichnet: Viele Stadtbewohner sind genervt von ihrem Flattern und ihrem Kot. Aber dass die Stadttaube die meisten Nominierungsstimmen bekommen hat, beweist, dass die Menschen sie akzeptiert haben. Schließlich ist sie auch ein Meister der Anpassung: Ihre Vorfahren waren Felsentauben, die das Hochgebirge gegen die Steinberge der Städte tauschten.

Rotkehlchen

Was es auszeichnet: Der kleine Singvogel mit der orangeroten Brust ist ein Sympathieträger. Rotkehlchen beobachten gerne im Garten arbeitende Menschen. Denn sie wissen: Wo ein Zweibeiner wühlt, fallen Insekten und Würmer ab.

Amsel

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Was sie auszeichnet: Ehemals ein scheuer Waldvogel, hat sich die Drossel eingerichtet in der menschlichen Umgebung. Ihren melodiösen, flötenden Gesang vor allem zur Dämmerung gibt’s gratis dazu.

Feldlerche

Was sie auszeichnet: Als Frühaufsteherin hat die Lerche schon Shakespeare inspiriert. Ihren Namen kennt jeder. Doch weil die Kulturlandschaft immer aufgeräumter, Insekten immer rarer sind, hat sich ihr Bestand in Deutschland seit den 80er Jahren mehr als halbiert.

Goldregenpfeifer

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Was ihn auszeichnet: Dieser Exot sieht mit seinem Federkleid wirklich aus, als sei er in einen goldenen Regen geraten. Dass er es auf die Liste der Nominierten geschafft hat, hat er wohl dem Schriftsteller Sasa Stanisic zu verdanken. Der hat in den sozialen Netzwerken eine Kampagne für seinen Lieblingsvogel geführt.

Blaumeise

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Was sie auszeichnet: Sie wirken immer etwas hyperaktiv und können untereinander ziemlich ruppig sein. Doch den Blaumeisen mit ihren leuchtenden Farben und ihrer pummeligen Gestalt kann das niemand übel nehmen.

Eisvogel

Was ihn auszeichnet: Mit der türkisblauen Oberseite und dem orangenen Bauch ist der „fliegende Edelstein“ ein Hingucker – und ein Botschafter für sauberes Wasser, in dem er Fische im Sturzflug erbeutet.

Haussperling

Was ihn auszeichnet: Er tschilpt im Hof, brütet am Dach und frisst am Futterhaus. Der gesellige Spatz rückt dem Menschen gerne auf den Pelz – und zwar auf sehr charmante Weise.

Kiebitz

Was ihn auszeichnet: Der Vogel mit der auffälligen „Holle“ auf dem Kopf braucht dringend Hilfe: Frühes Mähen und intensiver Maschineneinsatz haben dazu geführt, dass der Bestand des Wiesenbrüters seit 1980 um 93 Prozent eingebrochen ist.

Rauchschwalbe

Was sie auszeichnet: Sie ist Frühlingsbotin, Freiheitssymbol und ein Familienvogel: Verwandte brüten und ziehen gemeinsam. Bei den Weibchen sind übrigens Männchen mit besonders langen Schwanzfedern am beliebtesten – weil sie sich als die eifrigsten Versorger des Nachwuchses erwiesen haben.

Info: Abstimmung bis zum 19. März: vogeldesjahres.de

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