Coronavirus - Fachmann Adrian Henning gibt Tipps zum Tragen von Maske und Hörsystem Wenn sich Hörgerät und Maske ins Gehege kommen

Von 
Sina Roth
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Wer als Hörgeräteträger beim Absetzen der Maske nicht aufpasst, kann den kleinen Helfer hinterm Ohr schnell verlieren. © dpa

Bergstraße. Seit vielen Monaten sind sie inzwischen ein fester Bestandteil im Alltag – Masken. Neben Brillen- und Bartträgern haben vor allem auch Senioren oft Probleme, wenn sie außer dem Mundschutz auch noch Hörgeräte tragen. Wie man sich das Leben mit Hörgerät und Maske erleichtern kann, weiß Fachmann Adrian Henning, der drei Fachbetriebe in Bensheim-Auerbach beziehungsweise Seeheim-Jugenheim führt.

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„Ein Tipp ist es, zunächst einmal ein Gummiband durch die Gummibänder zu ziehen, die um die Ohrmuscheln kommen, und sie miteinander zu verbinden.“ So könne man, wenn man sie gerade nicht benötigt, die Maske um den Hals hängen lassen, den Druck von den Ohren nehmen und sie so entlasten. Die Maske halte so trotzdem, erklärt der Inhaber, man könne so aber verhindern, dass beim Tragen die Ohren durch die Gummibänder nach vorne gezogen werden.

Mundschutz richtig ausziehen

Doch das weitaus größere Problem, das sich für Hörgeräte-Träger ergibt, zeigt sich, wenn sie versuchen, den Mund-Nasen-Schutz auszuziehen. Denn die meisten Menschen tragen Hinter-Ohr-Hörgeräte. „Und wenn man in Eile ist und die Maske von unten nach oben abnimmt, dann wirken die Gummibänder der Maske leicht wie eine kleine Schleuder, wenn sie sich unter dem Hörgerät verhaken.“ Und zack – weg ist das Hörgerät.

Dies ist auch der Grund, wieso derzeit so viele Menschen ihre Hörgeräte verlieren. In den drei Filialen des Meisterbetriebs fragen daher viele Kunden nach, was sie tun können, um die Masken nicht zu verlieren.

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Und so geht’s: „Man muss die Gummibänder der Maske über den Ohren nach oben und dann nach hinten ziehen. Dann seitwärts nach vorne und die Maske absetzen“, erklärt Henning. Danach sollte man noch einmal prüfen, ob das Hörsystem wirklich richtig sitzt.

Wichtig sei auch, sich Zeit zu nehmen und die Maske in Ruhe abzunehmen, bis man den Dreh raus hat. Denn wie so oft gilt auch hier: Routine hilft.

Das Gerät führt zum Besitzer

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Wer sein Hörgerät verloren hat, der muss sich dennoch keine Sorgen machen. „Wir besorgen schnell ein Leihgerät, bis die Abwicklung über die Krankenkasse gelaufen ist. Voraussetzung ist eine formlose Verlusterklärung und eine ohrenärztliche Verordnung. Dann halten wir den Schaden gering.“

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Noch dazu stehen die Chancen gar nicht einmal schlecht, dass das Hörgerät wieder zu seinem Besitzer zurückfindet – mit ein wenig Glück und Hilfe versteht sich. „Denn wer ein Hörgerät findet, der sollte es am besten beim nächstgelegenen Akustiker abgeben“, rät Hennig. Denn jedes Hörgerät ist einmalig. Es hat seine eigene Seriennummer.

„Der Akustiker ruft dann beim Hersteller an und gibt diesem die Seriennummer durch.“ So könne man das Gerät einfach und zuverlässig seinem Besitzer zuordnen, damit dieser benachrichtigt von dem Fund werden kann.