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Weiterbau der A 66: Protestler besetzen in Frankfurt weitere Bäume

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dpa/lhe
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Naturschutz. Aus Protest gegen den Ausbau der Autobahn 66 in Frankfurt haben Demonstranten in dem von der Rodung betroffenen Wald weitere Baumhäuser errichtet. Auf Plakaten forderten sie den Stopp des umstrittenen Großprojekts und ein Umdenken in der Verkehrspolitik. "Wenn Stadtentwicklung weiterhin mit der Kettensäge gemacht wird, gibt es Protest", sagte Alexis Passadakis vom Bündnis "Ende Gelände Frankfurt" am Donnerstag.

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Seit dem globalen Klimastreik der Bewegung "Fridays for Future" vor zwei Wochen halten Naturschützer im Teufelsbruch, Erlenbruch und Riederwald friedlich Bäume besetzt und haben dazu in bis zu 15 Metern Höhe Plattformen gebaut. Vor dem Gelände gibt es zusätzlich eine Mahnwache. "Wir werden sehen, welche Bedeutung der Konflikt hier bekommt", sagte Passadakis. Die beteiligten Aktionsgruppen rechnen nach eigener Darstellung mit insgesamt weit mehr als 100 Unterstützern. Für Samstag kündigten sie zudem zwei Demonstrationszüge zum Teufelsbruch an.

Der rund 2,2 Kilometer lange Lückenschluss der A 66 soll künftig Frankfurt und Hanau besser miteinander verbinden. Für den Bau sollen in den kommenden Monaten im Osten Frankfurts auf einem rund 40 000 Quadratmeter großen Areal bis zu 200 Jahre alte Bäume gefällt werden. Nach Darstellung des Landes wurden als Ausgleich dafür bereits im März 2018 rund 12 000 junge Bäume im Stadtteil Schwanheim gepflanzt.

Der Weiterbau der A 66 und ihr Anschluss an die A 661 durch den geplanten Riederwaldtunnel zählen seit Mitte der 1980er Jahre zu den politischen Dauerbrennern in Hessens größter Stadt. Befürworter erhoffen sich von dem Bau einen besseren Verkehrsfluss, Kritiker fürchten ein Verkehrschaos. Immer wieder gibt es Proteste und Klagen gegen das rund 480 Millionen Euro teure Bundesprojekt.

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