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Verkostung - Die Weingilde wird wegen der Pandemie vorerst keine Präsenzveranstaltungen mehr organisieren

Weine aus Ligurien vor der Corona-Pause

Von 
red
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Bergstraße. Der Vorstand der Weingilde hat vor wenigen Tagen beschlossen, angesichts der stets steigenden Corona-Zahlen bis auf weiteres keine Präsenz-Veranstaltungen mehr zu organisieren. Und so war die Verkostung ligurischer Weine am 12. November die Letzte ihrer Art vor einer Pandemie-Pause. Die Einhaltung der 2G-Regel war schon Voraussetzung für eine Teilnahme. Im Wappensaal des Dalberger Hofes standen ligurische Weine von der Riviera di Ponente und der Riviera di Levante auf dem Prüfstand.

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Eine Vielzahl alteingesessene Rebsorten gibt es in Ligurien: Vermentino, Albarola, Pigato, Sciacchetra, Rossese und Ormeasca. Mit nur 1500 Hektar Rebfläche handelt es sich um die zweitkleinste Weinbauregion Italiens. Die Nachfrage dort nach heimischen Weinen übersteigt das Angebot bei Weitem. Die Weine werden vor Ort getrunken. Bei der Weingilde sieht man da gewisse Parallelen zur Hessischen Bergstraße, heißt es in einer Pressemitteilung.

Marlies und Winfried Christ hatten sich auf den Weg gemacht, um die ligurischen Weine zu entdecken. Winfried Christ führte mit Bildern und Erzählungen über Weine, Winzer und Region durch den Abend.

Es herrscht demnach in Ligurien ein mediterranes, trockenes Klima. Das Meer speichert die Sonnenwärme und sorgt zugleich für salzige Noten und feine Mineralität. Vor den kalten Winden schützen die die 2500 Meter hohen ligurischen Alpen und Apenninen. Der schmale Streifen zwischen Küste und Bergen ist äußerst schwierig zu bewirtschaften. In spektakulären Steillagen zwischen 200 und 900 Metern Höhe wird der Wein dem Boden abgerungen. Was man dann in den steilen mühsam in den Fels gehauenen terrassierten Weingärten hervorbringt, löste beim erstaunten fachkundigen Publikum Begeisterung aus.

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Die Pigato-Traube, die nur in Ligurien vorkommt, bringt kräuterwürzige, jodige, fast schon salzige Weißweine hervor, aber von einer saftigen, angenehmen Mundfülle. Der Vermentino, eine spät reifende Rebsorte, schmeckt intensiv fruchtig und duftig nach blühenden Wiesen mit einer leicht bitteren Note und dennoch sehr charakterstark. Winfried Christ führte die Gäste mit launigen Worten in die Geheimnisse dieser in Deutschland wenig bekannten Rebsorten ein. Auch bei den einheimischen roten Rebsorten wie Rossese oder Ormeasca konnte der Referent die reizvolle Aromatik mit fruchtigen, floralen und nussigen Noten herausarbeiten.

Zum Abschluss der Verkostung kam der in den fünf Orten von Cinque Terre produzierte berühmte Sciacchetra ins Glas, ein süßer ambrafarbener Dessertwein. Er schmeckt nach getrockneten Früchten mit einem feinen Honigton und einer leicht ätherischen Note nach Baumharz. red

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