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Kindernachrichten Podcast

Was ist der Altweibersommer?

Von 
fw
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Wenn es jedes Jahr im September und Oktober allmählich in den Herbst geht, kommt es häufig vor, dass der Sommer sich zu seinem Ende mit richtig warmen Tagen verabschiedet. Es ist dann trockener, als es noch einige Tage zuvor war. Man kann auch weiter sehen, weil der Himmel nicht mehr dunst- oder wolkenverhangen ist.

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Dieses Wetterphänomen bezeichnet man als den „Altweibersommer“, auch Nachsommer genannt. Ein stabiles Hochdruckgebiet sorgt dabei dafür, dass das Wetter so gleichmäßig warm bleibt. Eine Folge davon ist, dass sich das Laub der Bäume schneller verfärbt und auch vermehrt fällt.

Fred Fuchs © MM

Die Herkunft der Bezeichnung Altweibersommer ist allerdings nicht sicher nachgewiesen. Es gibt nur einige Vermutungen darüber, wie das Wort entstand.

Im Herbst machen sich junge Baldachinspinnen auf den Weg durch die Luft. Viele Spinnen weben dafür Netze, an denen sie sich festhalten, um sich dann vom Wind durch die Luft tragen zu lassen. Manche Spinnen können, wenn der Wind richtig steht, auf diese Weise Hunderte von Kilometern zurücklegen. Die Fäden, die sie dabei in großer Menge produzieren bleiben dann am Boden liegen.

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Eine Vermutung ist, dass der Name Altweibersommer daher kommt, dass die Farbe der Spinnenfäden an das graue Haar älterer Menschen erinnert. Im Althochdeutschen nannte man Spinnenweben „Weiben“, woraus sich dann der Begriff Altweibersommer zusammensetzt. Doch ob das stimmt, kann niemand mit Gewissheit sagen.

Die umherliegenden Fäden fanden ihren Weg in den Volksglauben. So sagte man, dass es Glück bringe, wenn die Fäden der Spinnen an Kleidung hängen bleiben, oder dass eine Hochzeit ansteht, wenn sich die Fäden in den Haaren verfangen. fw

Diese Folge der Kindernachrichten gibt es hier zum Nachhören.

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