Warum der 1. Mai der „Tag der Arbeit“ ist

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hol
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Vor etwa 200 Jahren begann etwas ganz Wichtiges und Neues: Es entstanden damals nämlich die ersten großen Fabriken zur Herstellung von bestimmten Sachen.

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Bis dahin hatten Handwerker oder kleine Betriebe dafür gesorgt, dass es die Dinge gab, die die Menschen brauchten. Jetzt aber, in den neuen Fabriken, konnte das alles in viel größerer Stückzahl und viel schneller hergestellt werden. Die Waren aus den Fabriken konnten deshalb auch preiswerter verkauft werden. Dadurch gerieten aber die Handwerker und die kleinen Betriebe in große Not.

Fred Fuchs © MM

Anderen Menschen ging es noch schlechter, nachdem die großen Fabriken erfunden worden waren. Und das waren die Arbeiter. Die wurden in den neuen Fabriken gebraucht, damit dort alles richtig funktionierte. Aber die Bezahlung der Arbeiter war so schlecht, dass sie sich und ihre Familien mit dem Geld nicht ernähren konnten.

Die Wohnungen, in denen die Arbeiterfamilien lebten, waren so eng, dass kaum genug Platz für sie darin war. Wir können uns das heute fast gar nicht mehr vorstellen: Es gab keine Sauberkeit, keinen Schutz vor Krankheiten, keine Freizeit und nicht genug zum Essen. Deshalb wurden die meisten dieser Menschen auch nicht besonders alt. Die Arbeiter aus den Fabriken starben früh, weil sie von der schweren Arbeit fast rund um die Uhr und ohne Ruhetag völlig erschöpft waren. Die anderen Menschen in den Arbeiterfamilien starben früh, weil auch ihnen alles fehlte, was ihr Leben leichter und gesünder gemacht hätte.

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An all das erinnert noch heute in jedem Jahr der 1. Mai, der auch der „Tag der Arbeit“ genannt wird. Denn es war an einem 1. Mai, als zum ersten Mal Arbeiter gemeinsam beschlossen, nicht zur Arbeit zu gehen: Sie streikten und zeigten damit, dass sie für eine Verbesserung ihres Lebens kämpfen wollten. hol