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Tödliche Polizeischüsse: Beamte gingen von bewaffnetem Täter aus

Von 
dpa
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Frankfurt/Main. Bei dem tödlichen Polizeieinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel sind die Beamten von einer Bewaffnung des Täters ausgegangen. Die Zeuginnen hätten berichtet, von ihm mit einem Messer bedroht worden zu sein und einen revolverähnlichen Gegenstand gesehen zu haben, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in einer Sitzung des Innenausschusses im hessischen Landtag. Die Linksfraktion hatte einen Fragenkatalog zu dem Vorfall im August eingereicht und wollte unter anderem wissen, in welcher Situation es zur Schussabgabe gekommen war.

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Genaue Angaben zu dem Ablauf des Einsatzes in der Nacht zum 2. August dieses Jahres machte Beuth mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen jedoch nicht. Ein Revolver war später in dem Zimmer nicht gefunden worden, sondern ein Spielzeug sowie ein Feuerzeug jeweils in Form einer Schusswaffe.

Laut des Berichts von Beuth war der 23-jährige Mann der Polizei von insgesamt 29 Straftaten bekannt gewesen, unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Raub. In der Nacht zum 2. August soll er zunächst von zwei Prostituierten in einem Hotelzimmer gefordert haben, Drogen zu nehmen. Als sie sich weigerten, soll es zu einem Streit gekommen sein und der Mann soll die Frauen mit einem Messer bedroht haben. Beim anschließenden Polizeieinsatz waren 80 Beamte vor Ort, darunter das Spezialeinsatzkommando. Ein Diensthund wurde ins Zimmer geschickt, dieser wurde von dem Mann mit einem Messer schwer verletzt. Die Situation eskalierte, insgesamt gab die Polizei den Angaben zufolge sechs Schüsse ab. Der Mann war sofort tot. Gegen einen Polizisten wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Totschlag aufgenommen.

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Laut Beuth gibt es keine Hinweise auf rassistische Motive für die Schüsse. Auch die Neuorganisation der Spezialeinsatzkommandos letztes Jahr habe keinen Einfluss auf den Ablauf des Einsatzes gehabt.

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