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Bundestagswahlkampf - Der SPD-Kandidat Sven Wingerter traf sich mit GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann

Sven Wingerter: „Die Energiewende ist dringend nötig“

Von 
red
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Bergstraße. Die Energiewende ist dringend nötig. Und: Sie darf die Gesellschaft nicht spalten. Darin waren sich der SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Bergstraße, Sven Wingerter, und der Vorstand der Gruppen-, Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG (GGEW), Carsten Hoffmann, einig. Sie diskutierten über saubere Energie von morgen, Aktivitäten der GGEW auf dem Feld der Erneuerbaren Energien und neue Ansätze beim Individualverkehr.

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„Wir müssen die Menschen beim Klimaschutz mitnehmen“, betonte Wingerter. Außerdem gehe es darum, so der Überwälder, Angebote zu machen, „wie wir gemeinsam den Weg zu einer klimaneutralen Zukunft gestalten“. Das ist für ihn vor allem auch eine soziale Frage.

Zur Sprache kamen beim Austausch ebenso der Glasfaserausbau sowie der Einstieg der GGEW in die Immobilienwirtschaft und damit bezahlbares Wohnen. Zum Abschluss ging’s nach Heppenheim an die Freiflächen-Photovoltaikanlage. Bei strahlendem Sonnenschein produziert diese besonders viel Strom, erläuterte Hoffmann. Der SPD-Kandidat freute sich, als Wald-Michelbacher Gemeindevertreter vor wenigen Wochen ein ähnliches Projekt der GGEW in seiner Heimatkommune mit auf den Weg gebracht zu haben.

Der GGEW-Vorstand sieht in autonomer Stromversorgung das große Thema der Zukunft. Verbunden mit dieser wird seines Erachtens die Frage aufkommen, ob in Zukunft Leistungsspitzen bei der Stromabnahme nicht relevanter für den Preis sein werden als die reine Strommenge. Klassischer sozialer Wohnungsbau ist laut Carsten Hoffmann für die GGEW zwar nicht wirtschaftlich. Allerdings leisteten Projekte wie das in der Bensheimer Rheinstraße durch die Realisierung als Passivhäuser nach Kfw-40-Standard mit Blick auf Wohnen, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit trotzdem einen wertvollen Beitrag. Vier Millionen Euro investiert das Unternehmen jährlich für Glasfaserausbau, und das auch in ländlicheren Regionen, so Hoffmann – was Wingerter sehr begrüßte, denn die fallen sonst „oft hinten runter“.

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Photovoltaik-Anlagen lassen sich zwar aufgrund der mangelnden Freiflächen auch auf Dächern realisieren, aber nicht nur, machte Hoffmann deutlich. Es würden auch Solarparks benötigt, wie etwa das in Heppenheim. Mit diesem sei die GGEW in der Lage, echten Bürgerstrom anzubieten, der direkt vor Ort erzeugt wird. Laut Hoffmann gibt es daneben auch ein Photovoltaik-Pachtmodell für private Hausbesitzer: Sie mieten die Anlage auf ihrem eigenen Dach. „Das sorgt für niedrige Investitionskosten“, nannte er als Vorteil.

Die GGEW betreibe acht E-Car-Sharing-Stationen und sei mit dem Projekt kurz vor Gewinnzone. Dabei gebe es verschiedene Sharing-Modelle: So könne ein Auto tagsüber von einem mobilen Pflegedienst und abends spontan von anderen Kunden (wenn das Auto eh stehen würde) genutzt werden. Damit lasse sich die Anzahl der Autos reduzieren.

Der Bedarf an sauberem Strom werde großes Zukunftsthema sein, waren sich die Gesprächspartner einig. Denn dieser werde in den kommenden Jahren enorm steigen, wenn alles klimaneutral werden soll. Schließlich komme zu dem heutigen Strombedarf künftig auch noch derjenige für Elektromobilität und Wasserstoffproduktion für die Industrie hinzu. In diesem Zusammenhang wies Hoffmann darauf hin, dass Planverfahren und Infrastrukturprojekte in Deutschland viel zu lange dauerten.

Allein der Markt und der CO2-Preis würden die Herausforderungen bei der Energiewende nicht lösen, sagte der SPD-Bundestagskandidat. Es seien die Investitionen in erneuerbare Energien, die deutlich stärker und schneller vorangebracht werden müssten. Auch Arbeit müsse in der Transformation mitgedacht werden. Deshalb solle man sich frühzeitig um kostenlose Um- und Weiterbildungen kümmern. Wingerter verdeutlichte, dass durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bereits über 500 000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. red

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