Atomkraftkritiker - Erinnerung wach halten Schon seit zehn Jahren Mahnwachen zu Fukushima

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red
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Bergstraße. „Auch zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe vom März 2011 im japanischen Fukushima werden an den nuklearen Trümmern hohe Strahlenwerte gemessen“, schreibt die Bergsträßer Anti-Atom-Intitative AK.W.Ende und erinnert daran, dass seinerzeit ein Erdbeben vor der japanischen Pazifikküste zur Bildung eines Tsunami führte, der die Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi auslöste.

„Atomkraftwerke abschalten“

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Unmittelbar danach trafen sich zahlreiche Menschen aus Bensheim und Umgebung zu einer Mahnwache an der Mittelbrücke, die inzwischen seit zehn Jahren – mit coronabedingten Unterbrechungen – an die Reaktorkatastrophe erinnert und die endgültige Abschaltung aller Atomkraftwerke fordert, wie AK.W.Ende-Sprecher Rainer Scheffler in einer Pressemitteilung schreibt.

Weiter heißt es: „Die auch langfristigen Risiken und Gefahren werden erneut dadurch deutlich, dass auch zehn Jahre nach der Katastrophe eine Bergung des geschmolzenen Kernbrennstoffs aus den zerstörten Meilern technisch unmöglich ist, weil der gesamte Bereich extrem hohe Kontaminierung aufweist.“

Mahnungen mit Blick auf Biblis

Die Fukushima-Katastrophe habe seinerzeit vor allem Cäsium-137 freigesetzt, ein Nebenprodukt der Kernspaltung. „Cäsium-137 ist wegen der relativ langen Halbwertzeit von rund 30 Jahren neben anderen Nukliden auch in Zwischenlagern noch in erheblichen Mengen vorhanden.“ AK.W.Ende sieht darin „einen erneuten Beleg für die teilweise erst nach Jahren auftretenden Risiken und Gefahren beim Umgang mit Kernbrennstoff und Atommüll.“

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Umso dringlicher ist für die Bergsträßer Atomkraftkritiker deshalb ein „nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik entwickeltes Sicherheitskonzept für die verlängerte Zwischenlagerung von hoch radioaktivem Atommüll in Biblis.“ red