AdUnit Billboard
Kindernachrichten Podcast

Rillen, aus denen Musik kommt

Von 
fw
Lesedauer: 

Vor 70 Jahren wurde auf einer Musikmesse in Düsseldorf die erste Langspielplatte Deutschlands vorgestellt. Zu hören war darauf eine halbe Stunde lang Musik mit einem Orchester aus Berlin. Eine Langspielplatte, kurz LP genannt, war damals eine neue Form der Schallplatte.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1
Fred Fuchs © MM

Eine Schallplatte ist eine runde Scheibe aus dem Kunststoff Vinyl und funktioniert folgendermaßen: In den Kunststoff werden Rillen eingeritzt, in denen sich Einkerbungen befinden, die den Tonschwingungen eines Musikstückes entsprechen. Um diese Schwingungen hörbar zu machen, muss die Platte auf einen Plattenspieler gelegt werden. Dort dreht sich die Scheibe, und eine Nadel läuft in den Rillen und hebt und senkt sich dabei durch die Einkerbungen. Dadurch werden die Tonwellen hörbar gemacht, allerdings nur sehr leise. Deshalb werden die Tonwellen über Lautsprecher verstärkt. Dann kann man die Musik laut und deutlich hören.

Wenn ihr jemanden kennt, der einen Plattenspieler besitzt, probiert mal folgendes aus: Schaltet die Lautsprecher des Systems ab und geht mit eurem Ohr nah an die Nadel. Ihr werdet merken, dass ihr die Musik sehr leise hören könnt, da die Nadel die Tonschwingungen hörbar macht.

Die Erfindung der Schallplatte im 19. Jahrhundert sorgte dafür, dass Musiker ihre Musik aufnehmen und in der Welt verteilen konnten. Das war ein großer Durchbruch. Damals passten allerdings noch nicht sonderlich viele Lieder auf eine Schallplatte, da der Platz für die Rillen begrenzt war. Mehr als vier bis acht Minuten Musik waren am Anfang nicht unterzubringen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

1951 schaffte es dann der Ingenieur Eduard Rhein, die Rillen so eng nebeneinander zu legen, dass man bis zu einer halben Stunde Musik auf der Platte unterbringen konnte. Die Langspielplatte war geboren. fw

Diese Folge der Kindernachrichten gibt es hier zum Nachhören.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1