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Retrospektive zu Paula Modersohn-Becker in Frankfurt

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dpa/lhe
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Kunst. Zu Lebzeiten hat sie vier Werke verkauft - heute ist sie eine der bekanntesten Malerinnen der klassischen Moderne in Deutschland: Paula Modersohn-Becker (1876-1907). Die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt bis 6. Februar 2022 eine umfassende Retrospektive ihres Schaffens. Bis zu ihrem frühen Tod mit 31 Jahren schuf sie über 700 Gemälde und rund 1500 Zeichnungen. 116 Werke sind von diesem Freitag an (8.10.) in Frankfurt zu sehen.

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"Wegweisend, kompromisslos, radikal" nannte Schirn-Direktor Philipp Demandt Modersohn-Beckers Bilder bei der Vorbesichtigung am Donnerstag. Zu den Werken, die an petrolfarbenen und dunkelgrauen Wänden hängen, gehört auch das 1906 gemalte "Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag", eine Aktdarstellung mit gewölbtem Bauch, die zu einer "Ikone der Kunstgeschichte" wurde, wie Demandt sagte.

Kuratorin Ingrid Pfeiffer hat Modersohn-Beckers Werk nicht chronologisch geordnet, sondern nach Werkgruppen: Selbstporträts, Porträts von Kindern, Müttern, Bäuerinnen, Akte, Landschaften, Stillleben. Das Besondere an ihren Porträts sei "eine große Direktheit, eine extreme Unmittelbarkeit", sagte Pfeiffer: "Sie rückt die Menschen nah an uns heran."

Aber ihre Kinderbilder seien nie niedlich, ihre Bäuerinnen wirkten wie Göttinen, ihre Landschaften seien extrem reduziert, erklärte Pfeiffer. Die letzte Abteilung der Schau versammelt Bilder, die wie herangezoomt wirken. Ihr Mann, der Maler Otto Modersohn, fasste das Werk seiner Frau so zusammen: "Paula hasst das Konventionelle."

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