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Rekordzahlen: Hessische Tafeln versorgen über 135 000 Menschen

Um die Tafeln aufzufangen, stellt die hessische Landesregierung eine Soforthilfe von 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

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dpa/lhe
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Hessen. Immer mehr Neukunden, aber immer weniger Lebensmittel: Hessische Tafeln stehen vor einem schwierigen Winter. "Seit Jahresbeginn sind 35 000 Neukunden zur Tafel gekommen, davon sind 25 000 Geflüchtete aus der Ukraine", sagte Willi Schmid, Vorsitzender des Landesverbands Hessischer Tafeln. Insgesamt versorgen die Tafeln derzeit 135 000 Menschen in ganz Hessen.

Die Situation sei schon seit Monaten angespannt, sagte Schmid. "Es wird von Woche zu Woche kritischer." Die Lebensmittelspenden seien um etwa 30 Prozent zurückgegangen. "Neben vielen Flüchtlingen kommen aber auch viele Menschen zu uns, die sich zurzeit ihren Lebensunterhalt nicht mehr leisten können", erklärte der Vorsitzende.

Um die Tafeln aufzufangen, stellt die hessische Landesregierung eine Soforthilfe von 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Schmid ist dies auch dringend nötig. "Es musste noch keine Tafel schließen, aber wenn die Finanzhilfe nicht gekommen wäre, dann wären viele Tafeln von dem finanziellen Kollaps bedroht", sagte er. Die Tafeln sollen bis Ende des Monats die finanzielle Unterstützung erhalten.

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