Gericht - Heppenheimerin soll mit einem Messer zugestochen haben Prozess nach blutigem Streit

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arn/ü
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Bergstraße. Das hatte im April 2018 für einiges Aufsehen gesorgt: Bei einer Messerstecherei am Fürther Bahnhof wurde ein damals 19-Jähriger so schwer verletzt, das potenziell sogar Lebensgefahr drohte. Heute (Mittwoch) beginnt die juristische Aufarbeitung des Geschehens.

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Eine 23-jährige Heppenheimerin muss sich am Amtsgericht in Bensheim wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, bei der Auseinandersetzung in der Weschnitztalgemeinde mehrfach mit einem Taschenmesser auf den Geschädigten eingestochen zu haben. Dieser erlitt tiefe Stichwunden im Rücken. „Nur durch sofortige ärztliche Hilfe konnte eine akut lebensbedrohliche Verletzungsfolge verhindert werden“, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft.

Anlass war eine Nichtigkeit

Rückblick: Am 27. April 2018 wollten mindestens zehn Personen den Abend am Fürther Bahnhof ausklingen lassen. Wie die polizeilichen Ermittlungen später ergaben, waren die Beteiligten „lose miteinander bekannt“. Im Laufe des Abends, an dem auch Alkohol getrunken wurde, kam es zum Streit, mutmaßlich wegen eines geringen Geldbetrages. Die Polizei sprach damals von einer „Nichtigkeit“, die allerdings dramatische Folgen haben sollte.

Der Streit innerhalb der Gruppe, von der einige Mitglieder damals bereits polizeibekannt waren, mündete in eine Schlägerei. Zugestochen haben soll dabei die damals 21-jährige Frau. Aus Angst um ihren aus Fürth stammenden Freund – der am Tatabend 22 Jahre alt war – habe sie ein Taschenmesser gezückt. So jedenfalls die 2018 veröffentlichten Ermittlungsergebnisse. Die Heppenheimerin zog sich dabei selbst Schnittverletzungen zu. arn/ü