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Darmstadt-Dieburg

Pilotprojekt mit Corona-Impfungen an zwei Schulen

Von 
Lhe
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Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuz impfen Schüler der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg mit dem Vakzin von Biontech gegen den Coronavirus. In einem Pilotprojekt bietet der Kreis Darmstadt-Dieburg zum ersten Mal Impfungen mit mobilen Impfteams für Schülerinnen und Schüler vor Ort an zwei seiner Schulen an. © Fricke/dpa

Wieder zurück ins Homeschooling - das soll zum Start des neuen Schuljahrs in jedem Fall vermieden werden. Viel testen, Lüfter für Klassenzimmer, Schutzmasken auf der Schulbank bei steigenden Corona-Infektionen und Lehrer sowie Eltern durchimpfen: All das soll helfen. Eine Spritze für die Kinder und Jugendlichen direkt in den Schulen ist vielerorts eher noch kein Thema. Doch einige Kreise und Städte gehen in die Offensive.

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In einem Pilotprojekt hat der Kreis Darmstadt-Dieburg am Donnerstag zum ersten Mal Impfungen für Schülerinnen und Schüler vor Ort an zwei Schulen gestartet. Das mobile Impfteam des Landkreises besuchte hierfür auch die Dieburger Landrat-Gruber-Schule.

„Ich halte es für richtig, dass Schüler geimpft sind“, sagte der Leiter des beruflichen Schulungszentrums, Thomas Reinholz, zum Start der Aktion für Schüler ab 17 Jahren. Die Jugendlichen hätten eine Mail bekommen, und es könne jeder kommen ohne Anmeldung. Die Altersgruppe ab 17 Jahren habe man gewählt, weil für sie auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte im Mai den Impfstoff von Biontech für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. „Die aktuelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut sieht dabei allerdings nur eine Impfung von Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung vor“, heißt es beim hessischen Innenministerium.

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„Ich habe mich bei der Hausärztin angemeldet, aber das hier geht einfach schneller“, sagte Schüler Julian Schwab. Nach den Worten von Reinholz sind viele seiner Schüler schon geimpft, weil sie in einer Kita oder bei der Feuerwehr arbeiten. „Als Gärtner hatte ich da keine Chance“, sagte Schwab.

„Ich habe schon lange versucht, einen Termin zu bekommen“, berichtete auch der Schüler Marvin Stilp. Das Ziel ist - neben dem Schutz gegen das Virus - bei vielen sicher ähnlich wie bei Abiturient Viktor Schlei: „Ich will endlich wieder mehr Freiheiten zurückbekommen.“

Auch die Altersgruppe der 12- bis 18-Jährigen sollte Impftermine bekommen, forderte der stellvertretende Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, Lutz Köhler (CDU). „Wir wollen eine Herdenimmunität.“ Genügend Impfstoff sei vorhanden. „Wir wollen weiter Angebote machen, die unbürokratisch sind.“

Auch im Main-Kinzig-Kreis wird in Schulen geimpft. In Förderschulen gibt es Angebote für Kinder ab zwölf Jahren, deren Eltern das befürworten. Allen Kindern ein Angebot zu machen, dem habe die Empfehlung der Stiko entgegen gestanden.

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Vorrangig Kinder mit Vorerkrankung sollten dies in Betracht ziehen. „Aber das tun in der Realität viele andere junge Menschen auch, die eben nicht darunter fallen“, sagte ein Sprecher des Kreises. „Auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aus dem Kreisgebiet wenden sich mit entsprechenden Bitten an den Kreis.“ Diese Anfragen würden immer drängender. Man warte auf das Startsignal des Landes.

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