Pandemie bringt vor allem Geringqualifizierte um ihre Jobs

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dpa/lhe
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Frankfurt. Die Corona-Pandemie bringt vor allem Beschäftigte mit geringer Qualifikation um ihre Jobs. Von März 2020 bis zum Februar dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen ohne besondere berufliche Qualifizierung besonders stark gestiegen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Dienstag in Frankfurt berichtete.

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Im Jahresschnitt 2020 waren knapp 88 500 Helfer arbeitslos gemeldet und stellten damit weit über die Hälfte sämtlicher Arbeitsloser in dem Bundesland. Bei Ungelernten war das Risiko des Jobverlustes den Zahlen zufolge fast dreimal höher als bei qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig war die Chance, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen, wegen fehlender Stellen deutlich geringer als bei ausgebildeten Arbeitnehmern.

Direktionschef Frank Martin appellierte insbesondere an junge Menschen, eine Ausbildung zu beginnen. Er erklärte: "Dass gerade in Krisenzeiten Menschen ohne Ausbildung und formale Qualifikationen ihren Arbeitsplatz verlieren, ist ein wiederkehrendes Phänomen. Das trifft auch auf die jetzige Situation zu. Ob mit oder ohne Kurzarbeit: Betriebe halten meist an ihren gut qualifizierten Fachkräften fest." Ohne Ausbildung gebe es ein großes Risiko, langzeitarbeitslos zu werden.

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