Stabwechsel

Neuer Leiter des Forstamts steht bereit

Auf Ralf Schepp folgt Steffen Hering

Von 
Stephen Wolf
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Südhessen. Steffen Hering wird künftig das Forstamt in Lampertheim leiten. Das bestätigte der 44 Jahre alte Forstwirt auf Anfrage. Aktuell leitet Hering noch das entsprechende Pendant in Michelstadt. Spätestens im Sommer tritt er die Nachfolge des langjährigen Lampertheimer Forstamt-Chefs, Ralf Schepp, an.

Der 65 Jahre alte Fachmann wird Anfang Juni offiziell in Ruhestand gehen; indes kann er schon im März die grüne Arbeitskleidung in den Schrank hängen. Den Angaben zufolge hat Schepp schon bis dahin ein üppig gefülltes Arbeitszeitkonto, so dass er sich früher zur Ruhe setzen kann.

„Die Vorbereitungen für den Wechsel laufen gut“, sagte Schepp auf Anfrage. Der Umgang miteinander sei harmonisch, der Übergang von Amtsleiter zu Amtsleiter gestalte sich problemlos: „Mein Nachfolger kennt die Verhältnisse in der Region sehr gut und er weiß gut, welche Aufgaben ihn erwarten.“

Holzwirtschaft „keine Priorität“

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Der gebürtige Mannheimer Steffen Hering ist nach eigenen Angaben verheiratet und Vater zweier Kinder. Ob er künftig die beiden Forstämter in Lampertheim und in Michelstadt leitet, sei noch nicht ausgemacht. Er selbst traut es sich zu, beide Aufgaben zu übernehmen, wie er dieser Redaktion sagte.

Indes gebe es Unterschiede zwischen den beiden Regionen. So sehe er etwa bei dem Waldgebiet in der Rheinebene die Priorität nicht etwa bei der Holzwirtschaft. Wichtiger seien im Ried der Erhalt des Forsts sowie die Aspekte Naherholung und Klima. Auch stellten sich Fragen zur Trinkwasserabschöpfung. Etwas anders stelle sich die Situation im Odenwald dar, da die Ökosysteme in den Mittelgebirgen noch nicht so stark unter Druck geraten seien, wie in der Oberrheinebene.

Die zurückliegenden Dürrejahre haben dem etwa 10 000 Hektar großen Wald bei Lampertheim stark zugesetzt. Das Gebiet im Ried gilt unter Fachleuten als Beispiel dafür, wie stark das sich ändernde Klima den Menschen zum Handeln zwingt. Viele der alten heimischen Bäume haben in den vergangenen Jahren durch Käfer- und Pilzbefall großen Schaden erlitten. Der Anteil starker Schäden bleibe über alle Baumarten hinweg sehr hoch, heißt es im Waldzustandsbericht 2021.

Redaktion