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Neuer Bauernhof im Heidelberger Zoo

Von 
red
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Nach vielen Jahren der Planung und knapp zwei Jahren Bauzeit ist kürzlich im Zoo Heidelberg ein neuer Bereich, der Bauernhof, eröffnet worden. Zunächst sind Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner und Ponys in neue, moderne Stallanlagen umgezogen. Rinder komplettieren den Bauernhof. Auf über 3000 Quadratmetern Fläche steht das Thema „Nutztiere“ im Fokus.

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Damit will der Zoo Heidelberg sein ganzheitliches Konzept stärken. Im Rahmen der Begegnung mit Tieren sollen Tierwohl, Natur- und Artenschutz und Wissensvermittlung durch die Bildungsangebote der Zoo-Akademie und Ausstellungsobjekte in den Fokus gerückt werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Besucher erhalten laut Ankündigung fachlich fundierte Informationen über die Biologie und Haltung von Tieren in menschlicher Nutzung sowie über die Arbeit eines landwirtschaftlichen Betriebes.

Mit dem Bauernhof und der Ausstellung „Von Alltagsbraten zum Sonntagsbraten“ beleuchtet der Zoo die ambivalente Stellung der Tierhaltung in der Gesellschaft: „Da ist die Landwirtschaft, die unsere Kulturlandschaft pflegt, da sind Menschen und Arbeitsplätze – und oft wird Tierwohl und gesunde Ernährung und Umweltschutz als im Widerspruch zur Landwirtschaft empfunden“, erklärt Zoodirektor Klaus Wünnemann. Stadtkinder – bei diesem Wort denke man bitte nicht nur an Großstädte – hätten kaum Kontakt zu Tierhaltung, sie erlebten nicht mehr tagtäglich, wo Lebensmittel herkommen.

Dabei sei es dem Zoo Heidelberg wichtig, die Themen auf eine anschauliche Art und Weise zu vermitteln, heißt es in der Pressemitteilung. „Wissensvermittlung muss nicht trocken sein, sie kann – ja muss – Spaß machen!“, betont Wünnemann. Der Zoo Heidelberg schaffe dabei über die Tiere einen emotionalen Zugang zum Thema, das mit spannenden didaktischen Elementen vertieft werde.

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Diese seien bewusst so gestaltet, dass sie die Neugierde von Kindern wecken und zum Mitmachen anregen. An den Marktständen der Ausstellung „Vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten“ wird gewogen, gedreht, gepuzzelt, gezogen und geschoben. Leicht sollen die Interessierten dabei herausfinden, wie die Tiere leben, von denen wir leben. Das „Geheimnis“, wie die Milch in die Kuh und wieder herauskommt, werde dabei ebenso gelüftet wie die Entstehung von Küken.

Streichelgehege erlaubt Nähe

Im Streichelgehege dürfen Besucher den Schafen und Ziegen besonders nahe kommen. Die Tiere können dort von den Besuchern gebürstet, gestreichelt und mit dem in den Automaten angebotenen Futterpellets gefüttert werden. Durch spezielle Zugänge können die neugierigen Ferkel aus dem benachbarten Gehege ebenfalls in den Kontaktbereich schlüpfen und so die Annehmlichkeiten eines Streichelgeheges erfahren.

Architekt Peter Buchert sprach während der Eröffnung stellvertretend für die beteiligten Planer und Firmen, die sich den unterschiedlichen Herausforderungen der modernen Anlage stellten. Mit dem Umzug der Tiere in einen modernen Systemstall verbesserten sich die Haltungsbedingungen der unterschiedlichen Tierarten deutlich, heißt es in der Pressemitteilung. Auf den großzügig geplanten Außenanlagen finden Schweine, Schafe, Ponys und Co. ausreichend Abwechslung. Für die Schweine, eine Tierart, die gerne baden geht, wurde eigens ein Badebecken angelegt.

Bei der Neugestaltung des Bereichs konnte auch der Besucherservice wesentlich erweitert werden. So gibt es im neuen Sanitärbereich bei der Explo-Halle eine „Toilette für alle“. Diese ist im Gegensatz zu vielen Behinderten-Toiletten auch für Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen geeignet. Die Ausstattung dieser Toilette umfasst einen speziellen Personen-Lifter, um eine sitzende Person mit technischer Unterstützung leicht aus dem Rollstuhl heben zu können. red

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