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Miramar

Nach Unfall: Looping-Rutsche im Miramar in Weinheim bleibt

Von 
Stephan Alfter
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Der Rutschenturm: Oben im Haus ist der Einstieg und im unteren Drittel ist in der Bildmitte der Ort des Notausstiegs aus der Röhre zu erkennen. © Miramar

Weinheim. Das Weinheimer Freizeitbad Miramar wird die Looping-Rutsche, in der es am Montag vor einer Woche zu einem Unfall gekommen ist (wir berichteten gestern), weiter in der bisherigen Form betreiben. Auf die Frage dieser Redaktion, ob über eine Stilllegung oder eine Entschärfung nachgedacht werde, sagte ein Sprecher, dass man nichts ändern werde.

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Pro Jahr blieben nach seiner Aussage etwa 1500 bis 2000 Besucher in der Rutsche liegen, weil sie den Scheitelpunkt nicht schafften. Diese Leute verließen die Rutsche ohne Einschränkung selbstständig und würden vom Badedienst zurück ins Gebäude gebracht.

Häufiger Frauen betroffen

Vorwiegend seien es Frauen, die das betreffe. Nach Angaben vom Donnerstag ermittelt in diesem Fall die Polizei – und zwar wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung gegen den an der Looping-Rutsche eingesetzten Mitarbeiter, der seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sein könnte. Er soll aus Unkonzentriertheit nicht darauf geachtet haben, ob die Frau, die oben eingestiegen war, auch wieder herauskam. In der Folge rutschte etwa eine Stunde später eine junge Studentin, die auf die noch in der Röhre liegende 43-Jährige prallte. Das Unternehmen hat den Mitarbeiter an der Looping-Rutsche nach eigenen Angaben bereits abgemahnt.

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Eine schwere Verletzung der Frau, die eine Stunde in der Röhre ausharren musste, stellt das Unternehmen unterdessen in Frage: „Davon ist uns nichts bekannt“, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Gegenüber dieser Redaktion hatte die 43-Jährige davon gesprochen, krankgeschrieben zu sein – wegen eines Schleudertraumas und Prellungen am Körper.

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Festhalten wollten die Miramar-Betreiber, dass bei Untersuchungen im September der einwandfreie technische Zustand des Bauwerks von Sachverständigen dokumentiert worden sei. An der betroffenen Stelle seien die Notausstiege nicht zu übersehen. Die Installation der Notausstiege sei Folge eines ähnlichen Unfalls im Jahr 2012.

Die Geschädigte hat gegenüber dieser Redaktion gesagt, dass sie sich dafür einsetzen wolle, dass ein solches Vorkommnis niemandem mehr passiert. (mit dpa)

Redaktion Reporter in der Metropolregion Rhein-Neckar

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