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Ministerin: Rückfallquote bei Gewaltstraftätern gesunken

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dpa/lhe
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Kriminalität. Die Rückfallquote bei Gewaltstraftätern ist seit einer Reform der hessischen Bewährungshilfe signifikant zurückgegangen. Das habe eine Studie ergeben, teilte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Mit der Einführung eines Sicherheitsmanagements II vor vier Jahren sei das individuelle Rückfallrisiko von Gewaltstraftätern und anderen Straftätern mit schlechter Sozialprognose stärker in den Fokus der Bewährungshilfe gerückt.

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Die Ergebnisse der Studie seien beachtlich, erklärte die Ministerin. Die Rückfallquote der Gewaltstraftäter habe sich je nach betrachteter Untergruppe um 8 bis 74 Prozent reduziert. Mit dem Sicherheitsmanagement II sei unter anderem eingeführt worden, die Rückfallgefahr anhand wissenschaftlicher Kriterien zu ermitteln - und nicht aufgrund der subjektiven und individuellen Einschätzung der Bewährungshilfe.

"Kriminalität kann signifikant verringert werden, wenn die vorhandenen Ressourcen so eingesetzt werden, dass diejenigen Personen mehr Aufmerksamkeit und eine intensivere Betreuung erhalten, die ein vergleichsweise hohes Rückfallrisiko aufweisen", erläuterte Prof. Martin Rettenberger, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ). Er hatte für die Studie mehr als 1300 Probanden und Probandinnen aus der reformierten Bewährungshilfe mit der gleichen Anzahl von Klientinnen und Klienten aus der Zeit davor verglichen.

Einem verurteilten Straftäter kann Bewährungshilfe zur Seite gestellt werden, wenn die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe oder des Restes einer Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird oder die Person unter Führungsaufsicht steht, wie das Ministerium erläuterte.

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