Merck-Tochter Sigma-Aldrich soll Millionenstrafe an die EU zahlen

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lhe
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Darmstadt. Die Wettbewerbshüter der EU haben gegen den vom Darmstädter Dax-Konzern Merck übernommenen Laborzulieferer Sigma-Aldrich eine Geldbuße von 7,5 Millionen Euro verhängt. Grund sind unrichtige beziehungsweise irreführende Angaben des US-Unternehmens während des Fusionskontrollverfahrens, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte.

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Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hatte Sigma-Aldrich im Jahr 2015 für 17 Milliarden Dollar übernommen. Die EU-Wettbewerbshüter stimmten der Übernahme unter der Bedingung zu, dass Teile des europäischen Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe veräußert werden. Nach Angaben vom Montag wurde ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in dem Verfahren allerdings nicht offengelegt.

"Die Wirksamkeit unseres Fusionskontrollsystems hängt davon ab, dass die beteiligten Unternehmen korrekte Angaben machen", kommentierte die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager. Der Beschluss über die Geldbuße für Sigma-Aldrich zeige, dass Unternehmen keine Informationen zurückhalten und auch keine irreführenden Angaben machen sollten.

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